Typische Yorkie Krankheiten – Kopf und Zähne

Jeder wünscht sich einen gesunden, glücklichen Yorkshire Terrier. Doch wie bei alle Hunderassen, gibt es auch beim Yorkie rassetypische Krankheiten, die häufiger vorkommen.

Yorkshire Terrier KimiDabei äußern sich Gendefekte und erworbene Krankheiten oftmals erst beim erwachsenen Yorkie. Davor sind auch seriöse Züchter nicht gefeit. Vor allem wenn falscher Ehrgeiz, perfektes Aussehen oder das liebe Geld in den Vordergrund rücken, bleibt die Gesundheit oft auf der Strecke.

Im ersten Teil der Serie „Typische Yorkie Krankheiten“ geht es um den Kopf und die Zähne des Yorkshire Terriers.

Hydrocephalus (Wasserkopf)

Eine zumeist angeborene, in seltenen Fällen erworbene, Krankheit bei Yorkshire Terriern ist der Hydrocephalus (Wasserkopf). Yorkie mit WasserkopfTypische Anzeichen neben einer aufgewölbten Schädelform sind Koordinationsstörungen wie im Kreis laufen, Sehstörungen, Schielen sowie Krampfanfälle und schmerzbedingtes Aufjaulen.

Wie sich ein Biewer Yorkie Welpe mit Wasserkopf verhält, könnt Ihr hier sehen: YouTube Video

Unbehandelt führt der Hydrocephalus früh zum Tode. Wie beim Menschen ist aber eine medikamentöse Behandlung (leichte Fälle) oder das Einsetzen eines ventrikuloperitonealen Shunts (schwere Fälle) möglich, wodurch die Hunde eine mit gesunden Yorkies vergleichbare Lebenserwartung und -qualität erreichen.

Offene Fontanelle

Yorkie Welpe mit offener FontanelleWie bei allen brachycephalen, also rundköpfigen Rassen, zu denen der Yorkshire Terrier auch zählt, kommt es hin und wieder zu einer offenen Fontanelle, also einer nicht geschlossenen Schädeldecke. Ein betroffener Yorkies sollte immer einem Tierarzt vorgestellt werden. Schon ein leichter Schlag auf den Kopf kann bei diesen Hunden schwere Folgen haben. Spätfolgen sind oftmals epileptische Anfälle, zeitverzögerte Handlungsreaktionen und eine eingeschränkte Lebenserwartung.

Zahnwechselstörungen

Viele Yorkies haben Probleme mit den Zähnen. Diese beginnen oft bereits beim Zahnwechsel. Dieser sollte in der Regel mit 9 Monaten abgeschlossen sein. Oftmals wachsen die bleibenden Persistierende Milchzähne beim Yorkshire TerrierZähne aber über oder neben die Milchzähne, sodass sie diese persistierenden Milchzähne nicht austreiben. Meist ist das bei den Eckzähnen der Fall, da diese besonders lange Wurzeln haben.

Hat ihr Junghund mit ca. 9 Monaten das Gebiss noch nicht vollständig gewechselt, ist wahrscheinlich eine Extraktion unter Narkose nötig.

Zahnstein, Karies und Parodontose

Durch die geringe Größe des Fangs neigen Yorkshire Terrier besonders zu Karies und Parodontose, verursacht durch Zahnstein. Bei unzureichender Pflege verlieren Yorkies bereits in jungen Jahren viele Zähne.

Zahnstein und persistierende Milchzähne beim YorkieDies ist, durch den üblen Mundgeruch, nicht nur unangenehm für uns Menschen, sondern auch gefährlich für unseren Vierbeiner. Die Bakterien können gefährliche Krankheiten auslösen.

Eine regelmäßige Kontrolle des Gebisses sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Man kann einem Yorkie Welpen das Zähneputzen schonend beibringen. Sollte der Yorkie dies nicht zulassen oder sitzt der Zahnstein bereits zu fest, entfernt der Tierarzt diesen unter Narkose.

Im nächsten Teil

Im zweiten Teil der Serie geht es um Erkrankungen der Augen und Luftröhre.

5 Kommentare
  1. Anonymous
    Anonymous says:

    Hey. Großes Kompliment für deine Seite. Ich habe seltenst solch eine tolle und umfangreiche Arbeit gesehen. Jedoch empfinde Ich es als Züchtergatte 🙂 wichtig, das du bitte auch über die Patella-Luxation informierst!
    Sie ist in einen Augen eine der Krankheiten über die jeder potenzielle Käufer informiert sein sollte.
    Trotzdem meine Hochachtung für die Tollen Informationen! Mach bitte so Weiter deine Seite ist toll!

    LG

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  1. […] läuft dies bei kleinen Rassen wie dem Yorkshire Terrier oft nicht reibungslos ab. Persistierende Milchzähne sind weit verbreitet. Wir können ein Lied davon singen. Sowohl Kimi als auch Blanket hatten mit […]

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