Kastration – Kampf der Geschlechter – Ansichten von der Venus

Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus…

Und das hier ist die Sichtweise der Vertreterin von der Venus, also die des weiblichen Geschlechts. Mit anderen Fragender YorkieWorten: Meine!

Wozu das Ganze? Immer wieder gibt es Diskussionen zwischen Männlein und Weiblein, wenn es um die Kastration geht. Besonders, wenn der geliebte Rüde seine Klöten lassen soll. Auch bei uns. Daher habe ich meinen Lebensgefährten gestattet, seine Geschichte zu erzählen. Diese findet Ihr hier: Kastration – Kampf der Geschlechter – Ansichten vom Mars.

Lest beide Seiten und entscheidet Euch, auf welcher Ihr steht.

Möge die Schlacht beginnen…

Was für ein Abend. Mein geliebter Yorkshire Terrier Rüde Kimi hatte sich aus dem Staub gemacht. Mit anderen Worten: Immer der Nase nach! Immer diese läufigen Hündinnen. Ich verstehe ja, dass da der Verstand schon mal aussetzen kann, aber das? Ihr werde nie glauben, wo wir ihn gefunden haben. Im Garten unserer Nachbarn, wo er gerade versuchte, eine 60 kg schwere Doggendame zu begatten.

Sowas braucht man wirklich nicht. Vielleicht wird doch Zeit, ihn kastrieren zu lassen. Deckrüde soll er eh nie werden, schließlich hat er einen Zahnfehler. Er müßte sich dann auch nicht mehr mit unserem Kleinen um die Hündin streiten. Den Kampf kann er eh nicht gewinnen. Unser Kleiner ist eben der Alpha-Rüde im Rudel. Und außerdem reduziert es auch noch das Krebsrisiko. Alles in allem würde es ihm ohne seine „Nüsschen“ doch besser gehen. Warum also nicht?

„Ich glaube, es wird Zeit, dass die Klöten abkommen“, sprach ich also am Abend das Thema an. Schießlich besprechen wir zu Hause alle Entscheidungen. Keine große Sache. Dachte ich. Die Reaktion meines „Göttergatten“ viel allerdings etwas anders aus als gedacht. Es kam nämlich keine.

Und so tat ich das, was wir Frauen am besten können: Reden! Ich zählte sämtliche Vorteile auf und erwartete eigentlich nur noch ein Abnicken. Die Entscheidung war ja schon gefallen.  Unser Yorkie Rüde Kimi stand freudig wedelnd da und hatte wohl keine Probleme damit. Ganz anders der „Herr im Hause“. Offensichtlich hatte er mich falsch verstanden. „Nicht du, der Rüde!“ Endlich eine Reaktion: „Was?“, war das Einzige, was er von sich gab.

Warum nehmen Männer eigentlich alles persönlich?

Gut war auch der folgende Satz: „Kimi ist ein stolzer Rüde!“. Ähm, ja, ok? Aber was hat das mit seinen Eiern zu tun? Die anderen Hunde werden ihn schon nicht auslachen, nur weil er keine mehr hat.

Es mußten Argumente her, seiner Meinung nach. Und wenn man grad keine hat, muß man eben danach suchen. Die nächsten 2 Stunde bemühte der Herr das Internet. So richtig glücklich schien er anschließend jedoch nicht zu sein. Sein Fazit: „Kastration, kann man machen, muß man aber nicht!“ Und so diskutierten wir eigentlich nur noch in Form von „Nein“, „Doch“. Natürlich mußte ich, wie immer, das letzte Wort haben.

Der Tierarzt wird’s richten.

Und so schlug ich vor, uns Rat vom Tierarzt zu holen. Der ist schließlich Experte und wird meinen Liebsten schon überzeugen, da war ich mir sicher. Und wie er das tat: „Das ist keine große Sache. Ein kleiner Schnitt unter Narkose und schon ist das Thema erledigt“.

Nun ja, ganz so brutal hätte es nicht sein müssen. Man hätte meinen können, der Tierarzt hätte gerade vorgeschlagen, ihm sein bestes Stück abzuschneiden. Zumindest der Gesichtsausdruck ließ darauf schließen, dass er sich genau das gerade vorstellte. Ich wußte auch genau, was er gerade dachte: Von meiner eigenen Spezies verraten.

Ehrlich gesagt, mußte ich mir das Grinsen echt verkneifen, als der Tierarzt versuchte, ihm das bildlich zu verdeutlichen: „Stellen Sie sich vor, Menschen wären wie Hunde. Jedes Mal wenn ein Weibchen läufig ist, setzt Ihr Verstand aus und Sie rennen wie ein Irrer sabbernd hinter ihr her. Und kurz bevor Sie ihr Ziel erreichen, haut Ihnen jemand volle Kanne auf die Fresse. Und das für den Rest Ihres Lebens!“

Der Mann gefiel mir. Ich versuchte nochmal, meinen Freund zu beruhigen: „Schatz, entspann Dich. Es sind doch nicht Deine Eier!“

Angesprochen hat er das Thema seitdem nicht mehr. Der Termin ist gemacht. Zur OP muss ich allerdings wohl alleine fahren. „Er“ möchte nicht, dass Kimi denkt, er hätte damit was zu tun gehabt. Ja, genau. Freundschaften gibt’s nur unter Männern. Lassen wir ihn mal in dem Glauben!

Eure Kellie

P.S.: Jetzt seid Ihr dran: Entscheidet Euch für eine Seite! Kastration ja oder nein? Was ist Eure Meinung?

3 Kommentare
  1. Severine Martens
    Severine Martens says:

    Die Antwort kann man ja nicht so über ein Ei pellen! Dem Milow hats sehr gut getan, vor allem in Sachen Entspannung und Lebensqualität. Mir auch, denn wenn es ihn jetzt dann doch noch mal juckt (die Erinnerungen an schönen Erlebniss werden ja mit wegkastriert!) kann auch ich entsapnnen und muss mir nicht gleich die ausstehenden Alimente-Zahlungen ausrechenen. Die zwei Worte „ist kastriert“ habens schon so manche Hündinnen-BesitzerInnen ganz entspannt lächeln lassen …

    Tierliebe Grüße
    Severine, Luna und der Halunke

    Antworten
    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Hallo Ihr Drei!

      Ich bin sehr froh, dass Ihr Eure Erfahrungen mit uns teilt. Der arme Kimi ist ja schon fast sowas wie hypersexuell. Wenn es nach ihm ginge, würde er sich 3 mal am Tag einen „rödeln“ lol

      Schön ist das nicht. Aber um die Alimente mußten wir uns zum Glück nie Gedanken machen. Er findet nämlich das „Loch“ nicht. Er versucht es bei den Hündinnen immer am Kopf. Echt zum totlachen.

      Aber er soll sich einfach mal entspannen können. Auch zusammen mit unseren Deckrüden. So steht er ständig unter Strom. Der hat einen Puls von 360 😉

      Ist die Luna auch kastriert? Viele Tierärzte raten ja auch eher dazu.

      LG Kellie

      Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Aus Gründen der Gleichberechtigung und des lieben Friedens willen, wird es zwei Artikel zu diesem Thema geben. Zuerst wird ein Vertreter vom Mars, Mathias, mit dem ich seit 4 Jahren zusammenlebe, seine Sichtweise darlegen. Anschließend bekommt die Vertreterin der Venus, also ich, das Wort. Diesen Artikel findet Ihr hier: Kastration – Kampf der Geschlechter – Ansichten vom Mars […]

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