Tierquälerei auf Yorkshire Terrier Ausstellungen?

Wir alle lieben unsere Yorkshire Terrier. Ansonsten würde ich diesen Blog nicht schreiben und Ihr würdet ihn nicht lesen.

YE Westminster Dog ShowViele von Euch haben sich bereits mehrfach über fragwürdiges Handling und teilweise übertriebene Zurechtmachung von Yorkies bei Ausstellung geäußert. Unverständnis herrscht vor allem auch darüber, dass selten Beobachter hier eingreifen und Vorfälle melden. Das dies sich durch Ausstellungen diverser Rassen zieht, zeigte die Berichterstattung von dem Handling am Gewinnerhund der renommiertesten Hundeausstellung CRUFTS, dem Scottish Terrier Knopa. Nach einer Entschuldigung von Rebecca Cross, Züchterin von Knopa, entschied sogar der Verband, den Titel nicht abzuerkennen.

Doch damit nicht genug. Ein Tag nach der Ausstellung in Birmingham verstarb der Irisch Setter Jagger. Die Besitzer vermuten nun, dass ihr Hund von einem Konkurrenten vergiftet wurde. Doch würden Aussteller soweit gehen? Das sich Züchter untereinander teilweise bekriegen, ist ja oftmals bereits bekannt.

Manchmal muß man sich fragen, ob es hier wirklich noch um den Hund geht. Oder nicht doch darum, sich als Züchter auf dem Rücken seines Hundes in den Mittelpunkt zu rücken.

Ganz ehrlich: Eine falsche Behandlung von Yorkies und anderen Rassen auf Ausstellungen sollte mindestens eine Disqualifikation zur Folge haben. Dass hier kein Richter oder einer der Aussteller einschreitet, ist für mich nicht nachvollziehbar. Für viele sind die Hunde oft nur ein Ausstellungsstück, um sich selbst zu profilieren. Wer sowas beobachtet sollte mindestens den Zuchtverband und das Veterinäramt eingeschaltet. Hier ist jeder gefragt. Zum Wohl der geliebten Tiere!

Ich finde, dass hier endlich was getan werden muß. habt Ihr schon mal gesehen, was teilweise auf Ausstellungen mit den armen Yorkies veranstaltet wird? Habt Ihr Ideen, was wir dagegen tun können? Ich möchte nicht, dass auch nur ein Yorkshire Terrier wegen dem Ausstellungswahn leidet. Wie seht Ihr das?

15 Kommentare
  1. Brigitte Lorenz
    Brigitte Lorenz says:

    Dieses Procedere findet man auf Ausstellungen quer durch alle Rassen. Da wird auch gerne mal ein 80 Kilo Hund an einer hauchdünnen Nylonleine gnadenlos nach oben gezogen, damit er seine „optimalen“ verzüchteten Proportionen bestmöglich präsentiert. Das dem Hündchen die Augen heraustreten interessiert weder den ach so liebenden Züchter, noch die Wertungsrichter oder das Publikum. Ob der Hund ein Wesenskrüppel ist oder nicht interessiert schon sowieso nicht.

    Ich hasse Hundeausstellungen!

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    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Hallo Brigitte!

      Ich finde es auch ganz schlimm, in welche Richtung sich Hundeausstellungen entwickelt haben. Es wird ganz dringend Zeit, dass sich was ändert. Und das über alle Rassen hinweg.

      Es kann doch nicht sein, dass so ein tolles Lebewesen wie der Hund in Seidenpapier gewickelt sein Leben fristen muss. Oder kaum atmen oder seine Beine kaum das Gewicht tragen kann.

      LG Kellie

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  2. bredog
    bredog says:

    Wofür gibt es überhaupt sog. Ausstellungen? Ich würde nie auf die Idee kommen meinen Fossie auf eine Austellung zu zerren! Ich habe meinen Hund weil ich ihn liebe und das mache ich nicht daran fest, ob er perfekte Körpermaße oder Propertionen hat. Er hat O-Beine und ist sicher nicht „perfekt gebaut“ aber ich liebe ihn so sehr, weil er einfach ist wie er ist!
    Die ganzen Austellungen gehören verboten!!!!

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    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Ich sehe das auch so wie Du. Für mich muss ein Hund auch nicht perfekt sein. Ich liebe unsere drei Fellnasen so wie sie sind. Und sie dürfen auch Hund sein und sich dreckig machen.

      Was mich auch so stört, dass wir mit Blanket gezwungenermaßen zweimal auf eine Ausstellung müssen, um eine Zuchttauglichkeit zu bekommen. Bisher konnten wir uns aber noch nicht durchringen, ihm das anzutun. Mir wäre es lieber, wenn unser Tierarzt das machen könnte und gut ist.

      Hoffentlich denken diese Verbände irgendwann mal um. Da wird immer der VDH als gottgleich hingestellt und hinter der Fassade lauert der Dreck.

      LG Kellie

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    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Hallo Lotta!

      Solange es die Vetternwirtschaft innerhalb der Vereine gibt und sich die Aussteller und Vereinsmitglieder nicht dafür interessieren, wird da nicht viel passieren.

      LG Kellie

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  3. marie-Luise Sturm
    marie-Luise Sturm says:

    das zieht sich quer durch alle Rassen und man sieht es aif jeder Ausstellung- leider . Ich mache generell Fotos und gehe zur Ausstellungsleitung, passiert nichts dann geht die Meldung an den zuständigen Amtsvet inklusive Filmchen und Fotos. Es ist einfach widerlich was da abgeht

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      • marie-Luise Sturm
        marie-Luise Sturm says:

        nein nicht wirklich, sind ja nur Momentaufnahmen und man muss ja doch korrigieren das übliche bla bla – ist das gleiche wie bei Leistungsprüfungen, bestenfalls werden die Führer verwarnt. Ich hatte das vergangenes Jahr auf ner FH Meisterschaft des Dobermannvereines, da habe ich quer über den Platz gebrüllt ob es noch geht – Reaktion einiger was ich denn eigentlich will. der Leistungsrichter aus der oberen Etage des DV hat uns zwar gefragt…aber er hat das nicht gesehen sonst….. ja ne ist klar 🙁
        Ich mach klar weiter, keine Frage

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  4. ursulaschaub
    ursulaschaub says:

    Das Problem ist, oft sieht etwas für den Aussenstehenden anders aus als es ist.Ein Zuschauer sieht das Ausstellen und den Umgang völlig anders als ein anderer Mensch..Keinem Hund sollten Schmerzen zugefügt werden und trotzdem sieht man auf jeder Ausstellung Sachen die man selber nie mit einem Hund machen würde.Es gibt aber auch Sachen die man nicht direkt sieht, die einem nicht gefallen. Hunde, die nicht Pipi machen dürfen.Hunde die tagelang, sogar mit Bussen durch die Gegend transportiert werden.Hunde die nur in Hundezimmern und Käfigen gehalten werden damit ihnen kein Haar abgebrochen wird. Hunde die auf einer Ausstellung nur brav auf dem Tisch liegen und sich nicht bewegen.Was ja zum Beispiel nicht typisch für einen Yorkshire Terrier ist. und vieles mehr. Am schlimsten finde ich wenn bei den Menschen die Hunde besitzen und / oder züchten erst Freunde sind und dann Feinde werden.
    Es geht um die Hunde.Wir haben die Verantwortung für die uns anvertrauten Tiere und sie haben es verdient von uns geliebt und respektiert zu werden. Niemand hat das Recht einem Lebewesen Leid zu zu fügen. Das gilt für alle Lebewesen.

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    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Liebe Ursula!

      Vielen Dank, dass Du deine Erfahrungen mit uns teilt. Diese Dinge bleiben uns als Liebhaber des Yorkies oftmals verborgen. Klar möchte kein Züchter oder Aussteller, dass künftige Welpenkäufer diese Praktiken kennenlernen.

      Ich finde es richtig toll, dass Du dich unermüdlich für unsere geliebte Rasse einsetzt. Hoffentlich werden viele Deinem Vorbild folgen. Unsere Unterstützung ist Dir auf jeden Fall sicher.

      LG Kellie

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  1. […] letzter Zeit wurde in den Medien ja wieder vermehrt über Tierquälerei bei Hundeausstellungen berichtet. Gerade bei den Langhaarrassen nimmt das “Zurechtmachen” teilweise unschöne […]

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