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BARFen für Yorkies 102 – Dein Yorkie wird es lieben

BARF Logo Hundeblog BlauNachdem uns die Naturheilkundlerin und Ernährungsberaterin für Hunde, Anke Jobi (Hund natürlich gesund und Lucies Hundefutterblog) letzte Woche die Grundlagen des BARFens erklärt hat, bekommen wir heute einen tieferen Einblick in den Einstieg in die artgerechte Fütterung für unsere Vierbeiner.

Was also kommt in den Napf bei der Biologisch Artgerechte RohFütterung?

Dies erläutert uns im zweiten Teil der BARF-Serie die überzeugte BARFerin und Hundebloggerin Rebecca Kolchmeier zusammen mit ihrem Mops Molly. Molly wurde bereits als Welpe gebarft und wie Ihr sehen werdet, schmeckt es ihr vorzüglich. Und nicht nur das: Im Gegensatz zu vielen ihrer Artgenossen, ist sie fit und quietschfidel. Davon überzeugen könnt Ihr euch auch auf ihrem Blog v e r m o p s t *.

Hier also BARFen für Yorkies 102 – Der Einstieg…

Wir reihen uns in die Barf-Reihe ein und möchten uns gerne vorab erstmal vorstellen. Wir, das sind meine (bald) 2-jährige Mopshündin Molly und ich, Rebecca, 25 Jahre alt. Molly ist ein echter Rennmops, sie liebt es draußen zu sein und zu flitzen – am liebsten den ganzen Tag. Uns ist aber nicht nur das Thema Bewegung sehr wichtig, sondern auch die Ernährung.

Die Qual der Wahl

Bevor endlich der Mini-Mops bei uns einziehen konnte stellte sich die große Frage, welches Futter Molly zukünftig von uns bekommt. Trockenfutter, Nassfutter, für den Hund täglich kochen, Barf-Rohfütterung was für Auswahlmöglichkeiten!  Über Freunde, die ihren American Shepherd barfen und davon nur geschwärmt haben, bin ich zum Barfen gekommen. Ich bestellte mehrere Bücher und besuchte zwei Infoabende rund um die Rohfütterung. Ich war total begeistert und meine Entscheidung stand sofort fest, ich möchte Molly auch barfen. Ich muss gestehen, ich war von dem vielen Input erstmal ziemlich überfordert, dies darf man füttern, das wiederum nicht, Öle nicht vergessen, Knochen sind wichtig… ABER ich habe meinen Weg gefunden und setze mich selbst nicht unter Druck, also keine Angst, das „Barfwissen“ erlernt man nicht über Nacht. Ich lerne täglich immer mehr dazu und probiere Neues aus.

Persönliche Tipps

  • SICH SELBST NICHT UNTER DRUCK SETZEN! Meine Meinung, erstmal langsam anfangen, da „wächst man wie von selbst rein“.
  • Die Erfahrung macht`s – Anfangs kann man einfach noch nicht wissen, welche Fleischsorten dein Hund bevorzugt oder welches Gemüse er verschmäht. Einfach ausprobieren, euer Hund zeigt es euch ganz sicher was er mag und was nicht.
  • VIELE VIELE Fachbücher lesen (siehe unten mein persönlicher Buchtipp).
  • Mir haben die Infoabende sehr viel gebracht, ich konnte mich mit erfahrenen „Barfer“ austauschen und somit Insiderwissen sammeln.
  • Wer bei Facebook unterwegs ist, es gibt einige Gruppen zum Thema Barfen, wo man auch immer mal wieder was Neues lesen kann und auch Fragen los werden kann.
  • Schaut euch mal in Barf-Blogs um, hier zwei Beispiele von meinen persönlichen Favoriten: Der BARF-Blog von Mashanga Burhani und der Blog meiner lieben Blogger-Partnerin Lucies Hundefutterblog, reinschauen lohnt sich!
  • Ich schreibe mir immer eine Barf-Einkaufsliste, somit verfalle ich nicht in den „Trott“ und kaufe nicht immer das Gleiche.
  • Anfangs konnte ich mir vieles nicht merken, zum Beispiel wie viele Innereien braucht Molly in der Woche, wie viel Gramm Gemüse kommt in den Napf, wann muss ich Muskelfleisch füttern usw. dafür habe ich mir einfach einen Wochenplan geschrieben, der mir auch den Einkauf erleichtert hat.
  • Futterpläne gibt es übrigens zahlreiche im Internet.

Nun zu meinem absoluten  LIEBLINGSBUCH: Natural Dog-Food

Cover Natural Dog FoodIn diesem Buch steht wirklich sehr viel was man über Barfen wissen muss.  Jede Fleisch-Gemüse- und Obstsorte, sowie eine Kräuterkunde ist dort sehr detailiert beschrieben.  Ich blättere immer noch sehr häufig durch das Buch um zum Beispiel meinen Barf-Einkauszettel zu schreiben. Das Buch umfasst fast 240 Seiten vom Magen-Darm-Trackts des Hundes, Allergien, Zusatzfuttermittel, Futterpläne (und vieles mehr) bis zum selbstgemachten Hundepesto-Rezept. Ich finde es für viele verschiedene Situationen immer sehr nützlich. Bestellbar zum Beispiel über Amazon für 29,99 €, der Preis ist auf jeden Fall gerechtfertigt.

Eignet sich optimal zum Einstieg. Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen, es war mir beim Start in die Rohfütterung eine gute Hilfe – und ist es immer noch.

Meine Einstiegs-Barf-Tipps

  • Als Einstieg erstmal „gängige“ Fleisch- und Gemüsesorten verfüttern, wie Hund oder Rind und Karotte oder Gurke.
  • Als „Einsteigerknochen“ sind Hühner- und Putenhälse sehr geeignet
  • Genug Platz in der Tiefkühltruhe schaffen
  • Einen guten Pürierstab oder Mixer besorgen
  • Anfangs ein bisschen mehr Zeit für’s Füttern einplanen
  • Nicht gleich riesige Berge von Fleisch bestellen, denn auch Hunde können „schleckig“ sein
  • Fleisch in Gefrierdosen portionieren
  • Durch das genaue Portionieren in die Gefrierdosen können wir Abends einfach eine Dose für den nächsten Morgen aus dem Tiefkühlfach holen und somit wird das Fleisch langsam über Nacht schonend aufgetaut
  • Dort bestellen wir immer das Fleisch —> Das Tierhotel Barfen & Haustierkost Barfen Beide Anbieter sind sehr zuverlässig. Das Fleisch kommt im gefrorenen Zustand, deswegen unbedingt zu Hause sein, wenn das Päckchen ankommt.

Meine Beispiel-Näpfe

FISCHFÜTTERUNG
Frisches Lachsfilet mit Rosmarin, Karotte und Gurke

Wenn ich Fleisch oder Fisch am Stück frisch kaufe und nicht über den Online-Barf Shop bestelle, dann püriere oder wolfe ich es zuerst, weil Molly ziemlich schlingt und wir mit Stückchen-Fütterung schlechte Erfahrung gemacht haben.

Wir wiegen Molly´s Portion immer Gramm genau ab, wir müssen ja schließlich auf ihre Figur achten 😉
Sie bekommt circa 60 g Fisch/Fleisch & 20 g Gemüse/Obst, also pro Portion 80 g, 2 x täglich.

Mit einem Haps war´s dann auch wieder weg!

Fischfütterung 4 Vermopst

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Fisch ist reich an Vitaminen A, D, B2, B6, B12, Jod, Phosphor, Eisen, Kalium und Magnesium, sowie an essentiellen Fettsäuren. Besonders wertvoll für die Ernährung macht den Fisch sein hoher Gehalt an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Man kann den Fisch übrigens auch im Ganzen mit allem drum und dran, sprich mit Gräten und Innereien verfüttern. Rohe Gräten im Fisch sind für den Hund unbedenklich, da sie im Vergleich zu gekochten und gebratenen Gräten, weich und elastisch sind. Wer trotzdem Angst hat, nimmt einfach Teilstücke ohne Gräten.

Rosmarin hat ebenfalls wie viele andere Kräuter viele positive Eigenschaften. Rosmarin wird besonders bei Schwäche, Schwindel und Erschöpfungsympthome eingesetzt. Es fördert außerdem die Magensaftproduktion, wirkt sich günstig auf Kreislauferkrankungen und nervöse Herzbeschwerden aus, lindert Rheuma sowie Nierenleiden und kann bei Blähungen eingesetzt werden. Wie viele der Kräuter wirkt Rosmarin appetitanregend und fördert die Verdauung.

Karotte ist ein sehr beliebtes Gemüse beim Hund. Karotten enthalten viele Vitamine, besonders wertvoll ist das Karotin. Die Verfütterung von Karotten fördert die Gesundheit der Augen, der Haut und des Fells, sowie den Darm und die Darmschleimhäute, durch den Gehalt von Pektin.

Gurken zählen zu dem „Basisgemüse“, sie schwemmen Wasser aus dem Gewebe und haben eine harnsäurelösende Wirkung.

(Quelle: Alle Infos stammen aus dem Buch „Natural Dog Food“, das ich jedem der an Barf interessiert ist, ans Herz lege. Vgl. Natural Dog Food – Rohfütterung für Hunde, Reinerth Susanne, 2005)

FLEISCHFÜTTERUNG
Rindermix gewolft, Zucchini, Fenchel, Basilikum, Rapsöl

Warum pürieren?
Das Gemüse sollte bestenfalls püriert oder gemixt werden, denn dadurch wird die Zellulose gespaltet, diese ist im Verdauungstrakt des Hundes nicht möglich. Sie sind auf zerkleinerte pflanzliche Nahrung angewiesen, um so an wichtige Nährstoffen zu gelangen.

Ich habe den Rindermix hier –> Tierhotel in 1 kg Rollen bestellt. Der Rindermix besteht aus Rindfleisch, Kehlköpfen, Pansen, Herz, Lunge, Euter,   Blättermagen, sowie Magerschlund. Alles was Molly gerne isst 😉

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Zucchini gehört zu den Kürbisgewächsen und wird gerne von Hunden angenommen. Es verfügt über einen hohen Vitamin B1 Gehalt.

Fenchel wirkt beruhigend auf den Magen, hilft bei Blähungen und leichten Magen-Darm-Beschwerde und hat einen hohen Vitamin C- Gehalt. Manche Hunde mögen Fenchel, wegen seinem starken „Eigengeruch“nicht.

Basilikum kann mit samt dem Stängel verfüttert werden, es unterstützt die Verdauung und wirkt antibakteriell.

Rapsöl enthält die wichtigen Omega-3-Fettsäuren, es hat besondere entzündungshemmende Eigenschaften, kann man es auch bei Gelenkerkrankungen wie Athrose einsetzen. Wichtig bei Öl-Zugabe, immer für ausreichend Abwechslung sorgen.

(Quelle: Alle Infos stammen aus dem Buch „Natural Dog Food“, das ich jedem der an Barf interessiert ist, ans Herz lege. Vgl. Natural Dog Food – Rohfütterung für Hunde, Reinerth Susanne, 2005)

VEGETARISCHER TAG
gekörnter Frischkäse, Naturjoghrt, Kiwi, Heidelbeeren, Honig, Kokosraspeln, Mandelstückchen

1-2 mal wöchentlich gibt es eine vegetarische Futterration bei uns.

Ich habe die Heidelbeeren und die Kiwi noch püriert.
Topping: 1 Tl. Honig, Kokosraspeln und Mandelstückchen.
Klingt nach viel Arbeit?! Ich habe für die Zubereitung 5 Min. gebraucht.

Molly liebt die vegetarischen Tage!

Mops mit Frischkäse & Joghurtmund, es hat sichtlich gut geschmeckt 🙂

Vegetarisch 5 Vermopst

Das Beste, für Frauchen gab es auch gleich ein gesundes Frühstück!

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Gekörnter Frischkäse wird aus Lab und Milchsäurebakterien hergestellt, durchläuft aber keinen Reifeprozess wie der Käse. Er beinhaltet wenig Fett und hat eine feste, körnige Konsistenz.

Naturjoghurt enthält alle wertvollen Stoffe der Milch, die Bakterien des Joghurts sind besonders gut für eine gesunde Darmflora. Besonders empfehlenswert ist die Joghurtfütterung nach Antibiotikumgabe, da die Darmflora dadurch geschädigt werden kann.

Kiwi´s besitzen einen hohen Vitamin C Gehalt. Damit stärkt und unterstützt man das Immunsystem und den Stoffwechsel. Auch bei schwachem Bindegewebe und dadurch bedingten Verstauchungen kann die süße Frucht helfen. Zudem stärken Kiwi´s das Herz. Man sollte, wie viele andere Früchte auch die Kiwi überreif verfüttern, da sie so besser verträgt wird.

Heidelbeeren eignen sich super zur Verfüttern, wenn der Hund größerem Stress ausgesetzt ist (z.B. bei größerem Besuch usw.). Sie wirken beruhigend, stärken das Immunsystem und die Schleimhäute. Heidelbeeren können ebenso hervorragend bei Durchfall verfüttert werden.

Honig kann gut als Ergänzungsmittel eingesetzt werden und auch bei Krankheiten des Hundes eingesetzt werden. Honig enthält eine große Anzahl Enzyme, Mineralien, Vitamine und andere wichtige Inhaltsstoffe. Er kann super als Linderung von Husten und Erkältungsbeschwerden beim Hund eingesetzt werden. Ebenso heilend wirkt der Honig auf den Verdauungstrakt und kann bei Entzündungen eingesetzt werden.

Mandeln können die Hundemahlzeit aufwerten. Bitte nur die süßen Mandeln verfüttern, bittere Mandeln eignen sich nicht, da sie giftige Blausäure enthalten.

Kokosraspeln sind wertvoll für den Darm des Hundes und können z.B. auch bei Wurmbefall helfen. Auch in Form von Kokosöl eignet sich die Verfütterung.

(Quelle: Alle Infos stammen aus dem Buch „Natural Dog Food“, das ich jedem der an Barf interessiert ist, ans Herz lege. Vgl. Natural Dog Food – Rohfütterung für Hunde, Reinerth Susanne, 2005)

 

KNOCHENFÜTTERUNG
Diesmal hab ich ein kleines Stück von einem Ochsenschwanz verfüttert, da war richtig viel dran zum Abkauen.

Tipp: Eher nicht als „Anfängerknochen“ geeignet, da der Knochen doch ziemlich hart ist, eher dann Hühnerhälse verfüttern.

Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten den Napf lecker zu füllen.

 

Herzlichen Dank an die liebe Rebecca Kolchmeier für den tollen Gastbeitrag. Noch viel mehr über das BARFen, Mops Molly und natürlich Rebecca findet Ihr auf dem Hundeblog v e r m o p s t *.

Im dritten Teil meiner Artikel-Reihe zum Thema BARF wird Kerstin Ehlen zusammen mit Dalmatiner Allie alias Fräulein Punkt vom Hundeblog 2 & 4 zusammen unterwegs das BARFen im Krankheitsfall näher erklären.

8 Antworten
  1. creativines
    creativines says:

    Toller Bericht! Ich denke schon seit einiger Zeit darüber nach, unseren Chi auch zu barfen. Werde mich noch eingehender damit befassen und dann auch umstellen. Man kann doch sicherlich anfangs auch nur teilweise barfen, oder verträgt sich das nicht mit anderem Futter?
    Der Buchtipp klingt auch klasse, das werde ich mir mal besorgen.
    LG, Ines

    Antworten
    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Hallo Ines!

      Freut mich sehr, dass Dir der Bericht so gut gefallen hat. Ich denke schon, dass anfangs teilweise Barfen kann. Zumal man eine Futterumstellung ja immer nach und nach machen sollte.

      Schreib doch Rebecca oder Anke einfach mal an. Sie können Dir da bestimmt noch Tipps geben.

      LG Kellie

      Antworten

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  1. […] Firma Haustierkost kennt der überzeugte Barfer unter Euch sicherlich. Spätestens seit dem Gastartikel zum Thema Barf hier auf meinem Blog. Am Stand wurde an jeden Besucher eine Packung gefrorenes Barfmenü, wahlweise […]

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