Blogbällchen Aktion – Kollege Hund oder wie wird ein Yorkie zum Wunderheiler?

Das Blogbällchen?

Ihr fragt Euch jetzt sicher, was das nun schon wieder ist…

Yorkie im BüroGanz einfach: Wir Hundeblogger sind eng über die DOGBLOGGER Gruppe bei Facebook vernetzt und hin und wieder nehmen wir alle an tollen Aktionen innerhalb unserer Community teil. So wie bei der Blogparade zum Thema „Spielzeug“ vor einigen Wochen!

Das Blogbällchen ist eine Art Staffelstab, der von einem Blogger zum nächsten weitergegeben wird. Jeder von uns schreibt einen Artikel zu einem bestimmten Thema (diesmal „Alleine bleiben“ oder „Bürohund“) und reicht das „Bällchen“ dann an den folgenden Blogger weiter.

Gefangen haben wir das Blogbällchen von der tollen Nadine Püchl mit ihrem Yorkie Alfi von Fusselrolle. Ihren Beitrag zum Thema „Alleine bleiben“ findet Ihr auf Chaostrickser.de.

Da in unserem privaten und beruflichen Umfeld Depressionen und Burn-Out immer mal wieder ein Thema waren und sind, möchte ich Euch davon berichten, wie ein Hund im Büro helfen kann, die Freude am Leben wieder zurück zu bringen.

Wußtet Ihr, dass bereits jede 3. Frau und jeder 4. Mann in Deutschland von Burn-Out oder anderer psychischer Erkrankungen betroffen ist? Erschreckende Zahlen, oder?

Was ist ein Burn-out eigentlich?

Ein Burnout-Syndrom (engl. burn out ‚ausbrennen‘) bzw. Ausgebranntsein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Es kann als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt. Das Burnout-Syndrom ist wissenschaftlich nicht als Krankheit anerkannt, sondern gilt im ICD-10 als ein Problem der Lebensbewältigung. Es handelt sich um eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher oder anderweitiger Überlastung bei der Lebensbewältigung. Diese wird meist durch Stress ausgelöst, der wegen der verminderten Belastbarkeit nicht bewältigt werden kann. Quelle: Wikipedia

Diese psychischen Erkrankungen haben nicht nur gravierende private und berufliche Auswirkungen auf den Betroffen selbst, sondern bedeuten auch einen wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen. Anfangs geht die Arbeitsleistung des betroffenen Mitarbeiters kontinuierlich zurück, während die Fehlerquote sich erhöht. Irgendwann müssen dann Kollegen des erkrankten Mitarbeiters in Teilen oder gänzlich dessen Arbeit übernehmen, da dieser sich nicht mehr in der Lage sieht, die Aufgaben zu bewältigen. Andere Mitarbeiter sind dann zwangsläufig einer Mehrbelastung ausgesetzt. Ein Teufelskreis

Burn-Out vs Buerohund

Kein Wunder also, dass das, was bei Unternehmen wie Google, HRS oder Fressnapf bereits seit Jahren selbstverständlich ist, neuerdings auch Unternehmen fernab der Medien- und Heimtierbranche beschäftigt: Der Bürohund!

Wie kann der Hund im Büro da helfen?

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Besseres Betriebsklima, weniger Stress, mehr Empathie, höhere Zufriedenheit und bessere Kommunikation.

Und das ist sogar wissenschaftlich erwiesen. So konnte Randolph Barker, Professor of Management an der Virginia Commonwealth University nachweisen, dass das Stressempfinden deutlich geringer wird, wenn Menschen ihren Hund mit zur Arbeit bringen. Eine Erklärung hierfür konnte Doktor Linda Handlin, von der Swedish University of Agricultural Sciences, Faculty of Veterinary Medicine and Animal Science liefern. Sie fand raus, dass Hunde bei Menschen den Ausstoß des Hormons Qxytocin erhöhen. Oxytocin senkt bekanntermaßen den Blutdruck und den Kortisolspiegel und aktiviert das Belohnungshormon Dopamin. Dieses Hormon wiederum erhöht die soziale Kompetenz und vermindert Depressionen.

Gleichzeitig sorgt der Hund auch für körperliche Fitness. Ein Hund muß bei jedem Wetter raus. Die körperliche Bewegung beim gemeinsamen Gassigehen stärkt das Herz- und Kreislaufsystem und aktiviert dadurch das Immunsystem.

Der Anfang des Jahres gegründete Bundesverband Bürohund e.V. sieht hier nicht nur Vorteile für den betroffenden Mitarbeiter selber, sondern eben auch für das Unternehmen.

 Gibt’s da keine Schwierigkeiten?

Klar ist es nicht einfach, es allen recht zu machen. Nicht jeder mag Hunde. Einige haben vielleicht sogar Angst oder sind allergisch oder mögen ganz einfach den Geruch nicht. Ganz zu Schweigen vom Fellwechsel. All dies sollte man auf jeden Fall berücksichtigen, bevor man Hunde im Büro erlaubt. Gleichzeitig ist sicherlich nicht jeder Hund dafür geeignet, mit Herrchen oder Frauchen auf die Arbeit zu gehen. Ein Bürohund sollte eher ruhiger Natur und natürlich freundlich gegenüber Zwei- und Vierbeinern sein. Wer pausenlos bellt oder agressiv reagiert, wird sicher nicht lange im Büro geduldet werden. Auch hyperaktive oder territoriale Hunde und Welpen sollten lieber nicht mitgenommen werden.

Ein tolles Video mit Erfahrungen und Tipps zum Thema Bürohund findet Ihr auch hier: Ikarus Doodle

Meine ganz persönliche Erfahrung!

(Natürlich werde ich aus verständlichen Gründen keine Namen von Personen oder Unternehmen nennen.)

Ich durfte Kimi bei einem früheren Arbeitgeber zeitweise mit zur Arbeit nehmen. Warum, das könnt Ihr hier erfahren.

Dort teilte ich mir ein Büro mit zwei netten Kolleginnen. Die eine war, genauso wie ich, immer gut drauf und wir hatten sehr viel Spaß zusammen. Die zweite allerdings war nach einer Scheidung psychisch sehr angeschlagen. Sie zitterte den ganzen Tag, war sehr nervös und konnte sich auch am Telefon kaum professionell verhalten. Selbst die Lieferanten mit denen man im Einkauf so zu tun hat, merkten, dass es ihr nicht gut ging und sprachen uns bereits darauf an.

Zusammen mit dem Arbeitgeber entschied sich die Kollegin dafür, für 6 Wochen in Kur zu gehen. Daraus wurden dann 3 Monate. Ihr Zustand hatte sich nach der Rückkehr zwar ein wenig Buerohund by Daniela Beckergebessert, jedoch waren die Symptome keineswegs verschwunden. Ich hatte kurz nachdem sie zurück war selber Urlaub, da aber jeder meinen kleinen Yorkie mal kennenlernen wollte, Kimi also für einen kurzen Besuch mitgenommen. Ihr werdet es kaum glauben, aber die besagte Mitarbeiterin war wie ausgewechselt als sie das kleine Fellknäul sah. Sie blühte förmlich auf, die Augen strahlten und sie hatte das erste Mal wieder ein Lächeln im Gesicht.

Und so kam es, dass unser Personalchef, dem viel an der Kollegin lag und er ihr helfen wollte, entschied, dass Kimi ab sofort mit ins Büro kommt. Und es half: Den Kleinen zwischendurch zu streicheln, ihm ein Leckerchen zu geben oder auch nur beim Schlafen zuzusehen hellte nicht nur das Gemüt aller auf, auch meine Kollegin entspannte sich zusehend und hatte wieder mehr Spaß am Leben und ihrem Job.

Sie entschied sich zwar 6 Monate später das Unternehmen auf eigenen Wunsch zu verlassen, um einen Job anzunehmen, bei dem es weniger um kurzfristige Entscheidungen und Just-in-time geht und somit weniger stressig war, aber sie hat mir immer gesagt, dass unser kleiner Yorkie ihr viel Lebensfreude zurückgebracht hat. Wir freuen uns immer noch für sie und sind natürlich sehr stolz auf unseren Yorkie-Rüden.

Weiter geht’s…

Und damit werfen wir das „Blögbällchen“ weiter zu Anna Lenz und ihrem tollen Hunde- und Lifestyleblog Canistecture.

Ihr sucht tolle Tipps zur Gestaltung Eurer vier Wände und dazu noch Wissenswertes über Hunde? Dann seid Ihr bei Anna auf jeden Fall richtig. Sie wird uns in ihrem Beitrag mehr über das „Alleine bleiben“ für Vierbeiner erzählen.

Wer gerne auch die anderen Artikel meiner Hundeblogger-Kollegen lesen möchte, hier eine Auswahl:

Und dann kam Lilly – Alleine bleiben will gelernt sein

hell & blau – Der selbständige Hund

Amber & Me – Zwischen Büchern und Gummistiefel – Ein Studium mit Hund

It’s about DOGS and Chiru – Der Hund am Arbeitsplatz

Joko – jetzt shepherds – Hund und Job? Ein Ding der Unmöglichkeit?

1 Antwort

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  1. […] habe ich ganz fix das Blogbällchen von Kellie vom Blog “der Yorkshire Terrier Blog” gefangen. Kellie schreibt über alles was den Yorkshire Terrier Halter von heute so bewegt, […]

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