Straßenhunde – Was tun, wenn man sein Herz im Ausland verliert

In den ersten Bundesländern haben die Sommerferien bereits begonnen und damit auch die Urlaubssaison. Viele von uns zieht es Richtung Süden. Sonne, Strand und Meer locken.

Und noch etwas entdecken wir oft in der Nähe von Hotels und Restaurants in südlichen Ländern: Streuner bzw. Straßenhunde.

Klar, dass sie sich in der Nähe von Orten aufhalten, wo viele Touristen sind. Dort finden sie etwas zu Fressen. Und Strassenhund in Spaniensie sind nicht dumm. Tun sich Streuner in Rudeln zusammen, so schicken sie meist die niedlichen vor, um bei den Touristen um Leckerbissen zu betteln.

Kein Wunder, dass einige sich in die Fellnase verlieben und darüber nachdenken, den neuen Freund mit nach Hause zu nehmen. Jedoch sollte man sich bereits vorab schlau machen, wie die Gesetze in dem jeweiligen Urlaubsland dies handhaben. Es könnte sogar passieren, dass man sich strafbar macht, wenn man einen Hund einfach mitnimmt.

Was also tun, wenn man Straßenhunden im Ausland helfen möchte…

Erste Anlaufstelle für Hilfe im Ausland sind die lokalen Tierschutzorganisationen. Kontaktadressen findet man leicht über das Internet. Diese stellen eine Unterbringung sicher und helfen auch bei einer möglichen Adoption, falls sie sich in ein Hundi verliebt haben. Dabei sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es ein langer und schwieriger Prozess sein kann, einen Hund aus dem Ausland zu adoptieren.

Niemals sollte man einen Hund einfach auf eigene Faust versuchen, mit nach Hause zu nehmen. Für den Import nach Deutschland gibt es klare Vorschriften, was z. B. die Untersuchungen und Impfungen angeht. Auch müssen Hunde zwingend gechippt sein. Sollten diese Voraussetzungen nicht erfüllt sein, wird die Einreise nach Deutschland verweigert. In einigen Ländern wie u.a. Italien macht man sich daneben sogar eventuell strafbar, wenn man einen Streuner einfach so mitnimmt. Yorkie im Tierheim in SpanienOftmals leben hier auch die Haustiere neben den herrenlosen Tieren auf der Straße. Trägt ein Hund ein Halsband, sollte man ganz besonders vorsichtig sein. Diese haben oftmals einen Besitzer.

Auf jeden Fall sollte man neben der Unterbringung auch die Versorgung sicherstellen. Übernehmt die Kosten für Futter und medizinische Versorgung. Nur so stellt Ihr sicher, dass der Hund nicht plötzlich verschwindet. Was das bedeutet, könnt Ihr euch bestimmt denken.

Alle Tierschutzorganisationen sind auf Spenden angewiesen, um ihre wichtige Arbeit zu tun. Das gilt auch, wenn man die Situation von Straßenhunden allgemein verbessern möchte. Wenn Ihr helfen möchtet, tut dies am besten durch eine finanzielle Unterstützung. Auch dies ist Engagement. Solange Mittel zur Verfügung stehen, ist eine Tötung nicht nötig und es ermöglicht mehr Zeit für eine erfolgreiche Vermittlung aufgefundener Tiere.

Apropos Vermittlung: Ist ein neues Zuhause in Deutschland gefunden oder die Überführung in ein deutsches Tierheim möglich, so kann man sich auch als Flugpate zur Verfügung stellen. Hierbei begleitet man das Tier auf seiner Reise nach Deutschland, wo Vertreter einer deutschen Tierschutzorganisation es in Empfang nimmt und sich um die weitere Versorgung und Vermittlung kümmert. Allerdings sollte man sich bereits vorher darüber im Klaren sein, dass man während der Dauer des Fluges für alle Eventualitäten haftet. Wo Flugpaten Yorkies im Tierheim im Auslandgesucht werden findet man ebenfalls auf den Seiten der Organisationen vor Ort oder z. B. auch bei der Yorkshire-Hilfe oder Yorkshire in Not.

Tierliebe bedeutet auch, dass man nicht wegschaut, wenn ein Tier Hilfe braucht. Notiert den Fundort und den Zustand und informiert einen Tierschutzverein oder die Polizei vor Ort. Wenn möglich, übernehmt die Kosten für eine eventuelle Tierarztbehandlung und Unterbringung. In vielen Ländern, auch in Europa, wird geraten, ein verletztes Tier auf eigene Kosten zum Tierarzt zu bringen. Nur so ist gewährleistet, dass das bedürftige Tier auch behandelt und nicht „entsorgt“ wird.

Das solche Praktiken leider gang und gäbe sind, ist inzwischen wohl jedem bekannt. Streuner und Straßenhunde sind außerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz ein großes Problem. Oftmals ist Tierschutz und Tierliebe ganz anders in den Köpfen verankert als das hierzulande ist. Kein Wunder also, dass Hotel- und Restaurantbesitzer oftmals Straßenhunde als eine Plage ansehen und dafür sorgen, dass nach der Saison alle Tiere in der Umgebung verschwinden. Ihr könnt Euch vorstellen, mit welchen Mitteln.

Um ein Bewußtsein zu schaffen, gebt ein positives Feedback, wenn im Resort oder Hotel im Ausland Wert auf Tierschutz gelegt wird. Vermeidet es aber auf jeden Fall, in der Nähe die Streuner zu füttern. Am besten erliegt Ihr Bettelnder Yorkshire Terriergar nicht erst dem Charme der Straßenhunde und füttert diese, auch wenn sie noch so niedlich sind. Die Tiere wissen sonst genau, wo es was gibt und kommen immer wieder. Treffen mehrere Rudel hier aufeinander, kann es zu tödlichen Kämpfen um Futterplätze kommen. Oder es kommen gar Menschen zu Schaden. Denkt daran: Nicht überall gilt Tollwut als ausgerottet!

Auch wenn ein Umdenken hin zum Tierschutz und weg von der Tötung in einigen Ländern, auch Dank der Tierschutzorganisationen, bereits begonnen hat, es ist noch ein langer Weg. Schaut nicht weg. Teilt Eure Erfahrungen und Beobachtungen mit Euren Freunden und auf Euren Profilen in sozialen Netzwerken. Urlaubsländer leben vom Tourismus. Öffentliches positives wie negatives Feedback zum Umgang mit Straßenhunden kann einen bedeutenden Unterschied machen.

Und nicht vergessen: Wer einen Hund aus dem Ausland, egal ob Straßenhund oder Fundhund, adoptiert, kann nicht davon ausgehen, dass dieser weiß, wie man sich in einem Heim benimmt oder dass er damit glücklich ist.

Einige meiner Hundeblogger-Freunde haben bereits von ihren Erfahrungen berichtet. Schaut doch mal rein…

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