Kokosöl – Das natürliche Mittel zur Zeckenabwehr?

Vor ein paar Tagen habe ich Euch ja über den Mythos über die derzeit beliebten Bernsteinketten zu Zeckenabwehr berichtet. Daraufhin habe ich von allen Seiten gehört, dass viele auf Kokosöl schwören, um die lästigen Parasiten vom Hund fernzuhalten. Neu war mir dies nicht, allerdings ist es für mich aufgrund meiner Allergie gegen Kokos nicht möglich, dies mal auszuprobieren.

Dafür springt meine Hundeblogger-Freundin Sabrina Konczak vom Hundeblog „Die tut nichts“ ein. Sie hat Kokosöl zur Zeckenabwehr zusammen mit ihrer Schäferhündin Queen ganze 6 Wochen getestet und berichtet heute für Euch von ihren Erfahrungen

Sabrina und Queen testen Kokosöl

Unabhängig davon, ob wir ein, zwei oder fünf Hunde haben. Egal, ob Dackel, Dogge odeSpruehflasche Kokosoelr Mischling. Uns Hundebesitzer verbindet eins: der Kampf gegen Zecken!

Wir alle haben Angst vor den Folgen eines Zeckenbisses und versuchen alles, damit es gar nicht erst zu einem Biss kommt. Frontline ist für die meisten keine Option mehr, auch die Zeckenhalsbänder konnten sich nicht wirklich durchsetzen. Je mehr Chemie, desto weniger kommt eine Verwendung in Betracht. Meiner Meinung nach zu Recht und daher bin auch ich auf der Suche nach natürlichen Mitteln, die ausreichend Schutz bieten.

„Probier‘ es doch mal mit Kokosöl!“ Um diesen Rat kam man nicht umher, sodass auch ich das Öl getestet habe.

 Zum Produkt

Kokosöl D&MIch habe mich für das Kokosöl aus dem Drogeriemarkt entschieden. Der Preis von ca. 4 EUR ist meiner Meinung nach völlig in Ordnung. Das Öl befand sich in einer Pumpflasche, was ich für unseren Gebrauch etwas unpraktisch fand. Ich habe mich daraufhin dazu entschlossen, das Öl in eine Sprühflasche umzufüllen.

 Zum Gebrauch

Mithilfe der Sprühflasche war es sehr einfach, das Öl anzuwenden. Bereits nach fünf Sprühstößen war das Fell von Queen ausreichend mit Öl versehrt. Es klebte auch nicht so stark, wie ich es erwartet hatte. Der Geruch von Kokos ist – meiner Meinung nach – gewöhnungsbedürftig, allerdings kauft hier ja niemand „die Katze im Sack“.

Wonach Kokos riecht ist allgemein bekannt. Ich persönliche bin kein absoluter Fan von dem Geruch, hab diesen allerdings hinten angestellt, weil die Wirkung für mich im Vordergrund stand.

Meine Erfahrung

Ich habe das Öl insgesamt sechs Wochen lang angewendet, wobei man das Fell ca. zwei oder drei Mal die Woche mit dem Kokosöl einsprühen sollte. In der ersten Zeit war ich absolut überzeugt von dieser Methode, wobei ich Queen Hundeblog Die tut nichtsdazu sagen muss, dass wir hauptsächlich in Gebieten unterwegs waren, wo Queen ohne Zeckenschutz max. eine Zecke pro Woche gehabt hätte. Innerhalb der sechs Wochen hatte Queen nur eine Zecke.

Soweit so gut

Ich werde jedoch niemals den „Abend des Zecken – Grauens“ vergessen. Mit einer Freundin und ihrem Hund waren wir in einem Waldstück am See spazieren. Zuhause angekommen, entdeckte ich direkt die erste Zecke über Queens Kopf krabbeln. Und das war erst der Anfang. Es hat zwar keine einzige Zecke an diesem Abend zugebissen, jedoch musste ich insgesamt 11 Zecken aus ihrem Fell, von dem Boden oder aus ihrem Körbchen entfernen. Das war wirklich genauso ekelig, wie es jetzt klingt.

Zecken scheinen aufgrund des Öls wohl nicht so gern zuzubeißen, allerdings befanden sie sich nach wie vor in dem Fell. Über beinahe zwei Stunden entdeckte ich immer wieder eine herumkrabbelnde Zecke. Noch an diesem Abend wanderte die Öl – Flasche im Schrank und sie steht immer noch unberührt an der gleichen Stelle.

 Fazit

Natürlich spricht man immer mal wieder mit anderen Hundebesitzern über das Thema „Zeckenschutz“. Viele von ihnen sind völlig überzeugt von dem Kokosöl. Andere haben überhaupt keinen Schutz feststellen können. Ich persönlich habe mich nach diesem Abend dazu entschlossen, dass es für Queen wohl keinen ausreichenden Schutz bietet. Selbst wenn die Zecken nicht zubeißen, so ist es dennoch unerwünscht und ziemlich ekelig, wenn sich diese Tierchen auf und in dem Fell meines Hundes befinden.

Sabrina und Queen - Hundeblog Die tut nichtsGerade beim Zeckenschutz scheint es wohl keine allgemein gültigen Aussagen zu geben, daher konnte ich nur von meiner persönlichen Erfahrung mit dem Kokosöl berichten. Ich hoffe, ihr habt bereits einen wirksamen Zeckenschutz für eure Vierbeiner gefunden. Mit dem Thema ist nämlich leider gar nicht zu spaßen und man sollte es auch nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Ein Test ist das Kokosöl auf jeden Fall wert. Vielleicht habt ihr ja mehr Erfolg als ich. Es kommt ja auch immer darauf an, wie viele Zecken sich im eigenen Wohnort herumtreiben.

Mein Dank an die liebe Sabrina, dass Du dein Ergebnis mit uns geteilt hast. Schade, dass es bei Euch nicht positiver ausgefallen ist. Ich finde auch, dass man ausprobieren muss, welches Mittel zur Abwehr von Zecken bei seinem Hund am besten funktioniert. Genauso wie jeder Hund ein Individuum ist, scheint auch der Befall mit Zecken individuell unterschiedlich zu sein. Ein Allheilmittel gibt es wohl leider nicht.

Habt Ihr andere Erfahrungen mit Kokosöl gemacht als Sabrina mit Queen? Oder benutzt Ihr eine Kombination aus Bernsteinkette und Kokosöl? Gerade bei Yorkies mit dem seidigen Haar kann ich mir vorstellen, dass es dieses ziemlich verklebt…

7 Kommentare
  1. Andrea
    Andrea says:

    Tut mir leid, aber mit diesem Produkt wird das nichts. Man muss schon natives Bio-Kokosöl verwenden, wenn es wirken soll, denn es kommt auf den Gehalt der Laurinsäure an, der Zecken abstößt. Mit Deinem Misch-Masch-Produkt ist das sicher nicht gegeben und so sehr viel teurer ist Bio-Kokosöl auch nicht und selbst bei täglichem Gebrauch reicht uns ein Glas ewig.

    Ich kann nur sagen, bei uns wirkt es zu beinahe 100 % – gerade auch im Vergleich mit ungeschützten Hunden in Zeckenhochburgen – und das seit beinahe 3 Jahren. Setzt allerdings eine tägliche Abreibung voraus und wie gesagt, das richtige Produkt. Lindas kurzes Fell kommt dem natürlich entgegen, ob man so bei einem langhaarigen Hund verfahren kann, wage ich zu bezweifeln, denn es hinterlässt natürlich auch einen unschönen Fettfilm, der allerdings im Laufe des Tages verfliegt. Vielleicht wäre bei einem langhaarigen Hund eine Sprühkur mit einem Öl-Wasser-Gemisch die bessere Wahl, doch habe ich hierfür keine Erfahrungswerte.

    Auch in wieweit die Fütterung (Linda wird gebarft) und sonstige Haltungsbedingungen zum Gelingen dieser Maßnahme beitragen, kann ich natürlich nicht abschließend beurteilen.

    LG Andrea mit Linda, die auf Kokosöl schwören

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    • Gaby. Dapprich
      Gaby. Dapprich says:

      HAllo ich habe bei Biene auch das Komosöle ausprobiert . Das Haar von ihr war fettig und gebracht hat es auch nix. Sie hatte Zecken gehabt. Wir haben auch die EM keramik Ketten getestet war auch nix. Ich suche sie jeden Tag ab gerade auch wenn wir im Wald waren.
      Lg Gaby

      Antworten
      • Kellie Jaxson
        Kellie Jaxson says:

        Hi Gaby!

        Ich glaube auch, dass Öl eher was für kurzhaarige Rassen ist. Bei einem Yorkie oder Sheltie oder so ist das bestimmt eher ekelig. Vor allem, wenn die Fellnase noch mit im Bett schläft. Und der Geruch würde mich beim kuscheln auch sehr abschrecken, wenn ich es denn benutzen dürfte.

        Ich bin echt froh, dass wir nicht so große Probleme mit Zecken haben. Wenn mal eine da ist, wird sie weg gemacht. Wir bürsten und kämmern ja eh jeden Tag, dabei fällt das direkt auf, wenn sich eine Zecke verbissen hat.

        LG Kellie

        Antworten
    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Hallo Andrea, hallo Linda!

      Das werde ich gerne mal weitergeben an die Sabine. Vielleicht wiederholt sie den Test dann nochmal.

      Ich denke auch, dass Öl für Langhaarhunde weniger geeignet ist, es sei denn, man gibt es über das Futter. Ich selber bin ja hochgradig gegen Kokos allergisch, daher wird es keinen Einzug in unseren Haushalt finden, aber vielleicht hilft deine Empfehlung dem ein oder anderen.

      Also vielen Dank dafür…

      LG Kellie

      Antworten
  2. toniasdogblog
    toniasdogblog says:

    Wir haben das Bio-Kokosöl Nativ von Alnatura, ich glaube auch das der Wert der Laurinsäure dort nicht wirklich hoch ist. Probiere doch mal das andere Nativ-Pur Kokosöl aus, vielleicht wird das helfen. Unsere Hunde bekommen davon KEINE einzige Zecke. Bald kommt auf meinem Blog aber mal unser Kokosöl, kannst ja mal vorbeischauen.

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