Entwicklungsphasen eines Welpen - Sensible Phase

Entwicklungsphasen eines Welpen – Sensible Phase

Wenn der Yorkshire Terrier Welpe 4 Wochen alt ist, endet die Übergangsphase und es beginnt die wahrscheinlich wichtigste Zeit seines Lebens: Die sensible Phase. Diese Phase erstreckt sich normalerweise circa bis zur 18. Lebenswoche.

Früher hat man diese Zeit in verschiedene Phasen wie Prägungsphase (4 – 7 Woche), Sozialisierungsphase (8-12 Woche) und Rangordnungsphase (13 – 16 Woche) eingeteilt. Eine der führenden Kynologen, Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, hat allerdings in unzähligen Studien herausgefunden, dass diese Phasen fließend sind und auch nicht für alle Rassen bindend. Daher spricht man inzwischen von einer längeren, sensiblen Phase, in der für einen Welpen der Grundstein für sein weiteres Leben gelegt wird. Diese hat auch kein statisches Ende, sondern endet aufgrund rassetypischer und indivdueller Unterschiede zwischen der 12. und 18. Woche.

Alle Eindrücke, die ein Welpe während dieser wichtigen Wochen und Monate sammelt, und Erfahrungen die er Amy und Bradymacht, bestimmen sein Temperament und sozialen Umgang als erwachsener Hund. Versäumnisse im Umgang mit Artgenossen, Menschen, anderen Tieren und Umwelteindrücken in dieser Zeit, lassen sich später nicht nachholen. Eine reizarme Aufzucht und unzureichender Menschenkontakt führt zu irreversiblen Deprivationsschäden mit den bekannten Auswirkungen wie Angst und Aggressionen.

Wer kennt das nicht: Ein Hund der bei jedem Geräusch den Schwanz einklemmt? Oder beim Anblick eines anderen Hundes bereits die Nackenhaare hochstellt und die Zähne fletscht? Oder jedem Jogger oder Radfahrer hinterherjagt? All diese Verhaltensweisen zeugen von einer mangelhaften Prägung.

Da alle Sinne des kleinen Welpen jetzt voll entwickelt sind, ist die Vorraussetzung gegeben, um nun positiv an Menschen, Objekte und andere Tiere gewöhnt und mit Umweltreizen und Situationen konfrontiert zu werden. Diese wichtige Aufgabe übernimmt neben der Mutterhündin natürlich auch der Züchter und später die neue Familie.

Nummer 19

Schon mit 4 Wochen zeigen Welpen verschiedene Ausdrucksbewegungen. Darunter Schwanzwedeln oder Einklemmen, Fellsträuben, Mundwinkelstupsen, Ohren anlegen und auch knurren und bellen. Man kann beobachten, wie die Mutterhündin Spielsequenzen ganz gezielt zu Erziehungszwecken nutzt und bereits jetzt unangemessenes Verhalten ihres Nachwuchses regelmentiert. So lernen die Welpen bereits jetzt aggressionshemmende Verhaltensweisen. Da die Mutter das ständige Saugen nicht mehr zuläßt, machen die Welpen erste Frustrationserfahrungen.

Es ist wirklich toll zu beobachten, wie die ersten tappsigen Schritte und unbeholfenen Bewegungen schnell schwinden. Innerhalb weniger Tage und Wochen bewegt sich ein Welpe sicher. Da wird gerannt und geklettert was das Zeug hält. Beim Spielen mit seinen Geschwistern oder anderen Hunden im Haushalt lernt er viele hündische Verhaltensweisen, die ihm später im Umgang mit Artgenossen helfen und ihn zu einem sozialverträglichen Partner machen. Da während dieser Zeit auch die Milchzähne durchbrechen, trainiert er beim Spielen auch die sogenannte soziale Beißhemmung. Wird die Rauferei zu wild oder beißt man seinen Spielgefährten mit den spitzen Zähnchen zu doll, so muß man mit einer ebenso schmerzhaften Gegenreaktion rechnen.

In diese Zeit fällt natürlich auch der Einzug in die neue Familie, sodass die Rolle des Erziehenden dann dem Sozialpartner Mensch obliegt. Ganz wichtig ist nun, dem kleinen Wurm auch Grenzen aufzuzeigen. Was er als erwachsener Hund nicht tun soll, sollte er auch als Welpe nicht tun dürfen. Hierzu zählt natürlich auch die Yorkie Welpe Sensible PhaseFrage, ob Euer Hundi im Bett schlafen soll oder aufs Sofa darf. Jetzt bereits klare Grenzen zu ziehen erspart einem später viel erzieherische Arbeit.

Gerade jetzt befindet sich ein Welpe in der größten Lernphase, das sollte man ausnutzen. Aber natürlich ist zu beachten, den jungen Hund nicht zu überfordern, sonst kann es im schlimmsten Fall zu einer späteren Wesensschwäche aufgrund von Überforderung kommen oder sogar die Gesundheit darunter leiden.

Anschließend an die sensible Phase, mit ungefähr 5 Monaten, kommt der Junghund in die Jugend- und Pubertätsphase. Für viele eine nervenaufreibende Zeit. Warum, das erkläre ich Euch beim nächsten Mal 😉

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