Urlaub mit Hund: Amsterdam, Holland 2015

Keine Frage, wir sind große Fans der Niederlande wenn es um Ausflüge, verlängerte Wochenenden, Urlaube und spontane Auszeiten mit unseren Vierbeinern geht.

Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass wir quasi an der Grenze wohnen. Für unseren spontanen Besuch letztes Wochenende gab es diesmal noch einen besonders freudigen Grund: Nachwuchs! Die Schwester meines Lebensgefährten ist wieder Mama geworden und da sie in der Hauptstadt unserer Nachbarn wohnt, haben wir unsere Yorkies unter den Arm gepackt und haben uns aufgemacht…

…nach Amsterdam!

Zum Glück war auf den Autobahnen nicht viel los und so schafften wir die Strecke in unter 2 Stunden. Leider meinte Zurich Bistro Amsterdames nur der Wettergott nicht gut mit uns und daher haben wir uns erstmal in einem unserer Lieblingsbistros, dem Zurich, eingefunden und uns ein tolles Frühstück gegönnt.

Das Zurich ist definitiv der Hotspot am Mercatorplein im Stadtteil Admiralenbuurt (Admiralenviertel), Bezirk Amsterdam West (Provinz Nordholland). Entdeckt haben wir das tolle Bistro bei einem unsere Familienbesuche. Direkt darunter ist ein großes Parkhaus, welches mit 2,50 Euro die Stunde, für holländische Verhältnisse, echt günstig ist. In der Innenstadt von Amsterdam sind 6 – 8 Euro keine Seltenheit.

Noch bevor wir unser Frühstück gewählt hatten, bekamen unsere drei Fellnasen bereits eine Erfrischung gereicht. Ich entschied mich für ein dunkles Sauerteigbrot, belegt mit geräuchertem Lachs, Karpern-Mayonnaise, gekochtem Ei und Gurken. Mathias wählte ebenfalls dunkles Brot mit Rinder-Carpaccio, Paprika-Mayonnaise, Oliven Chimmichurri, Manchego-Käse und Ruccola-Salat.

Beides war sehr sehr lecker. Ich liebe ja die belegten Brote und Baguettes die man in den Niederlanden zum Frühstück oder Lunch serviert. Es gibt immer große Portionen und die Auswahl ist riesig. Es fällt mir immer richtig schwer, mich zu entscheiden.

Wenn Ihr mal vor Ort seid, dann müsst Ihr unbedingt mal im Zurich vorbeischauen. Übrigens nicht nur wegen dem tollen Essen, sondern auch der restauranteigenen „Hauskatze“, die jeden Gast im Waschbecken der Toiletten im Untergeschoss empfängt. Sie ist mega freundlich und schmiegt sich sofort an einen. Besonders bei weiblichen Gästen. Allerdings erleichtert sie einem das Händewaschen manchmal nicht wirklich, da sie sich gerne komplett im Becken zusammenrollt und man sie ungern komplett nass machen möchte.

Für uns Deutsche wäre so eine Katze im Restaurant undenkbar. In Amsterdam allerdings durchaus üblich, da die Stadt, ähnlich wie New York, mit der Rattenpopulation zu kämpfen hat. Ich persönlich würde ja unsere Yorkies als Rattenjäger bevorzugen, aber jeder wie er mag 😉

Amsterdam von seiner schönsten Seite

Um vom Admiralenviertel in die City zu gelangen, sollte man die „Tram“, also die Straßenbahn, nutzen. Ein Tagesticket kostet 7,50 Euro pro Person und ist 24 Stunden gültig. Mit dem Ticket kann man sämtliche öffentliche Verkehrsmittel in Amsterdam nutzen (Tram, U-Bahn, Busse). Allerdings sollte man sich eine Karte der Bahnen besorgen, da das Netz doch recht unübersichtlich ist.

Wenn man in Amsterdam ist, gehört eine Grachtenfahrt natürlich zum „Pflichtprogramm“. Diesmal haben wir uns für eine Rundfahrt entschieden. Dass unsere drei Hundis mit an Board sollten, war überhaupt kein Problem. Wir mußten nicht mal irgendwas für sie bezahlen. Hat man den ganzen Tag Zeit und möchte einige Sehenswürdigkeiten besuchen, so empfiehlt sich ein Hop on-Hop off – Tagesticket“. Diese Kanalbusse fahren alle wichtigen Stationen an, wo man aussteigen und nach der Besichtigung einfach wieder einsteigen kann.

Besonders interessant für uns Deutsche ist sicher das Anne-Frank-Haus. Allerdings muss man sich bereits vorab im Internet ein Ticket besorgen und bestenfalls morgens gegen 8:00 Uhr anstellen, damit man nicht mindestens 3 Stunden vorm Eingang auf Einlass wartet.

Schön ist auch Madame Tussaud, das Amsterdam Dungeon sowie der Palast. Aber auch viele Museen und der Royal Zoo sind wirklich sehenswert. Besonders für alle Kulturfans empfiehlt sich hier die „I amsterdam“-Card, die es für 24, 48 und 72-Stunden gibt und kostenlosen Eintritt für viele Attraktionen sowie die öffentlichen Verkehrsmittel bietet.  Allerdings haben hier Hunde meist keinen Zutritt, sodass man für diese die Vierbeiner zuhause lassen muss.

Das Gleiche gilt übrigens auch, wenn man in der Innenstadt essen gehen möchte. Wir haben ca. 20 Restaurants abgeklappert, doch Hunde waren nicht erwünscht. Einige Restaurants haben draußen auch Sitzplätze, allerdings waren diese bereits komplett belegt. Was das angeht, waren wir wirklich sehr enttäuscht. Eigentlich ist Holland für seine Hundefreundlichkeit bekannt, für die Hauptstadt scheint dies aber nicht zu gelten. Zumindest in der City. Zum Essen solltet Ihr daher die Außenbezirke ansteuern.

Wer in der wärmeren Jahreszeit Amsterdam besucht, der kann sich auch an vielen Stationen ein Fahrrad leihen und damit standesgemäß die Umgebung erkunden. Auch Euer Vierbeiner wird sich sicher darüber freuen. Für kleinere Hunde gibt es sogar Fahrräder, die vorne über Transportkisten verfügen, sodass dieser zwischendurch mal eine Pause machen kann.

So mancher fragt sich jetzt sicher: Moment mal, wolltet Ihr nicht jemanden besuchen? Na klar, das haben wir ja auch. Ich darf Euch stolz den neuen Erdenbürger „Matti“ vorstellen. Die Mama und der Kleine sind wohlauf, leiden aber noch unter Schlafmangel. Trotzdem haben wir uns sehr gefreut, den Wonneproppen zu sehen.

Wir sehen uns bald wieder in OLD AMSTERDAM!

7 Kommentare
  1. Alexandra / Isarhunde
    Alexandra / Isarhunde says:

    Ooooh, wenn es den Bericht schon früher gegeben hätte, hätte ich vielleicht doch einen kurzen Stop in Amsterdam eingelegt auf dem Rückweg von Texel 😀 Aber ich hoffe einfach mal, dass ich beizeiten noch mal in die Gegend komme und werde dann einfach deine Tipps mitnehmen 🙂

    Liebe Grüße,
    Alexandra

    Antworten
    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Hi Alex!

      Mensch, wenn ich das eher gewußt hätte 😉

      Schade dass wir es nicht nach Textel geschafft haben.

      Aber wenn Du mal nach Amsterdam kommst oder auch Zandvoort, sag bescheid, ich kann Dir vielleicht noch mehr Tipps geben 😉

      LG Kellie

      Antworten
    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Hi Evy!

      Vielen Dank für deine lieben Kommentare. Habe mich sehr darüber gefreut. Leipzig soll aber auch toll sein. Und außerdem bist du näher an Berlin dran. Da kommen wir nicht mal eben hin.

      LG Kellie

      Antworten
  2. Kathy
    Kathy says:

    hach..ich mag amsterdam! so wie ich die niederlange insgesamt wirklich gern mag. ^^ aber großstadt mit hund find ich wirklich immer schwierig, gerade wenn man, wie wir, einen großen hund hat. die süßen kleinen yorkies fallen im besten fall kaum auf, so nen schäferkalb hingegen wird schnell fassungslos angegafft. 😀 da lassen wir chili lieber bei unserer bekannten und ihrer besten freundin.
    das zurich muss ich mir wohl unbedingt merken, allein schon wegen des parkhauses. als wir letztes mal da waren, haben wir 15 euro für zwei stunden bezahlt..das tat weh. ^^
    ganz liebe grüße und vielen dank für den tollen bericht,
    kathy

    Antworten
    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Hallo Kathy!

      Wir sind auch große Fans der Niederlande und sind immer total gerne da.

      Kann ich mir vorstellen, dass große Hunde da noch mehr auffallen als unsere kleinen. Aber angeguckt wurden wir auch. Allerdings eher, weil die Leute sie so niedlich fanden. Man hatte aber schon ein wenig das Gefühl, als wenn die in Amsterdam nicht oft Hunde zu Gesicht bekommen lol

      Wegen der Parkgebühren ist das Zurich und das Parkhaus dort echt human. Es ist ausgeschildert. Guckt einfach nach „Parkhaus Mercatorplein“, ist nicht zu übersehen.

      Und wenn Ihr hunrig seid, geht einfach mal rein. Das Essen ist echt mega lecker…

      LG Kellie

      Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] weiter, sonst muss ich die Box demnächst selber schleppen. Wir hatten sie nämlich bei unserem Kurztrip nach Amsterdam dabei und mussten damit über die berühmt-berüchtigten Amsterdamer Treppen in den dritten Stock. […]

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Kommentar verfassen