DIY - Hundemantel Blanket

DIY – Hundemäntelchen „Blanket“

Kennt Ihr das auch? Draußen ist es nass und kalt und das Hündchen möchte am liebsten gar nicht vor die Tür. Ist ja auch kein Wunder, gerade Vierbeiner ohne Unterwolle so wie unsere Yorkshire Terrier haben es zu dieser Jahreszeit echt nicht einfach.

Doch sucht man im Internet oder Fachgeschäften nach hübschen Mäntelchen, wird man oftmals enttäuscht. Meist passen die Größen nicht oder sie sind schlicht häßlich.

Und so habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und gemeinsam mit meiner Freundin Anna von der Nähwerkstatt „einfach nähen“ hier im Ort das Label „Le petit canine“ gegründet, unter dem wir ab sofort unsere eigene Accessoires für Hunde anbieten. Und zwar nach dem Motto: DOG IT YOURSELF!

Unser erster Streich ist das Hundemäntelchen „Blanket“. Unser Model und Namensgeber hat es als Mini-Yorkie da wirklich nicht einfach. In XS was passendes zu finden, was dann auch noch bezahlbar ist, war bisher echt eine Herausforderung.

Und so haben mehr als 20 Probenäherinnen unser Schnittmuster auf Herz und Nieren getestet und wahnsinnig schöne Mäntel genäht, wie Ihr oben sehen könnt.

Natürlich habe ich mich kräftig beteiligt, um meinen Entwurf nach den eigenen Vorstellungen umzusetzen. Daher gibt es heute neben der Videoanleitung, die wir allen Käufern des Schnittmusters mit an die Hand geben, meine Schritt-für-Schritt Anleitung.

Ihr wollt Euren eigenen Hundemantel „Blanket“ nähen? Dann findet Ihr hier auf DaWanda und hier auf Makerist das Schnittmuster 😉 Übrigens: Abonnenten meines Blog-Newsletters bekommen einen Rabatt! Schreibt mir kurz eine eMail unter info@yorkshireterrierblog.de, dann schicke ich Euch diesen zu.

Zunächst solltet Ihr die Rückenlänge vom Hals bis zum Rutenansatz, sowie den Kopfumfang messen, damit Ihr die passende Größe für Eure Fellnase findet. Blanket hat übrigens die Mantel-Größe 8, Kimi die 10 und Amy die 12.

Danach geht es an die Lieblingsbeschäftigung für uns Mädels: Shoppen! Genauer gesagt, Stoff kaufen. Hier hat man echt die Qual der Wahl. Für außen nimmt man am besten nicht dehnbare, festere Stoffe wie Canvas, Jeans, Cord, Leinen, Flanell, Tweed oder auch wasserabweisende Stoffe. Innen gerne was kuscheliges wie Fleece, Teddy, Kunstfell, Sweat oder Steppstoffe.

Ich mag es ja gerne klassisch mit ein wenig ChiChi. Und so habe ich die verschiedensten Kombis getestet. Sowohl mit breitem als auch schmalem Gürtel und abnehmbarem Brustteil.

Nachdem Ihr die richtige Größe ermittelt und das die einzelnen Teile des entsprechenden Schnittmusters ausgeschnitten habt, geht’s auch schon mit dem Zuschnitt des Stoffes los. Für das Hundemäntelchen „Blanket“ benötigt Ihr das Rückenteil 2 x im Bruch (1x innen und 1x außen), den Gürtel ebenfalls 2 x im Bruch und den Kragen 1 x im Bruch. Wer auch den Brustschutz nähen möchte benötigt diesen 2 x.

Damit alles schön gleichmäßig wird, besorgt Ihr euch am besten Nähklammern. Macht das Ganze um einiges leichter als das Arbeiten mit Nadeln. Solche Klammern bekommt Ihr günstig hier bei Amazon. Ebenso wie einen Rollschneider, mit dem man den Schnitt viel einfacher zuschneiden kann als mit einer Schere. Ich arbeite am liebsten mit diesem Model von Prym.

Zu Nähen beginnt Ihr mit dem Gürtel. Legt die beiden Gürtelteile rechts auf rechts aufeinander und schließt die beiden langen, sowie eine kurze Seite. Anschließend den Gürtel durch die offene Seite wenden. Hierzu nehmt einen Kochlöffel zu Hilfe. Im nächsten Schritt steppt Ihr die Ränder des Gürtels knappkantig ab.

Bevor Ihr euch jetzt wundert, wie das funktionieren soll… schaut Euch einfach dieses Anleitungsvideo für den Schnitt „Blanket“ an. Dort erklärt Euch Anna noch mal ganz genau die einzelnen Schritte 😉

Danach die beiden kurzen Seiten der Halsöffnung des Außen- und Innenteils zusammennähen. Anschließend den Gürtel am Außenteil entsprechend der Markierung auf dem Schnittmuster wieder mit Nähklammern fixieren und ihn in der Nahtzugabe festnähen.

Jetzt kommt der kniffelige Teil. Das Innenteil muss recht auf rechts in das Außenteil gelegt werden. Und zwar so, dass die Nähte am Hals aufeinandertreffen. Auch hier wieder mit den Nähklammern fixieren. Außerdem müßt Ihr aufpassen, dass Ihr den Gürtel nicht im Rückenteil einnäht. Kleiner Tipp: Lasst den unteren Teil des Gürtels beim Vernähen unten rausgucken. Dann seid Ihr auf der sicheren Seite.

Im nächsten Schritt näht alle Seiten zusammen, die später unter der Brust und an den Seiten sind. Dann schließt die Naht, die später über das Hinterteil geht. Nun beide Teile über die Halsöffnung wenden und die zuvor genähten Nähte ebenfalls knappkantig absteppen.

Jetzt ist es Zeit, die Knopflöcher für Halsband oder Geschirr (oder auch beides) zu nähen. Natürlich kann man dies auch später tun jedoch ist dies um einiges schwieriger, wenn der Kragen erstmal dran ist 😉

Nehmt nun den Teil, den Ihr als Kragen ausgewählt habt. Hier zuerst die beiden kurzen Seiten zusammennähen und anschließend über die Länge links auf links falten.

Nun wird es wieder etwas schwieriger, denn der Kragen muss als nächstes rechts auf rechts auf das Rückenteil gestülpt werden, und zwar so, dass die Halsnähte aufeinandertreffen. Alle Teile sorgfältig mit den Nähklammern fixieren.

Vergisst man hierbei eine Schicht Stoff, hat man nämlich anschließend ein Loch. Ist mir übrigens passiert und ich kann nur sagen, es macht echt keinen Spaß, alles wieder aufzutrennen und neu anzufangen. Aber so einem Nähanfänger wie mir kann sowas schon mal passieren, oder?

Man kann den Kragen übrigens mit einem Zierstich vernähen oder mit einer sogenannten Overlock-Nähmaschine. Wenn man es besonders schön haben will, so wie ich, nimmt ein hübsches, passendes Webband. Das macht das Zusammennähen natürlich nicht einfacher, aber man sieht eben die Naht nicht, wenn man den Kragen später umschlagen will.

Und dann ist es endlich soweit: Es ist Zeit für die Anprobe 😉 Hat man richtig gemessen und nicht gerade eine Hunderasse mit außergewöhnlichen Maßen wie z. B. ein Mops oder einen Bully, dann sollte das Mäntelchen gut sitzen.

Fehlt nur noch, die Knöpfe oder das Klettband am Gürtel entsprechend anzubringen. Und wenn man mag, den passenden Brustschutz kurz zusammenzunähen und ebenfalls mit Knöpfen oder Klett zu befestigen.

And that’s it! Es ist wirklich gar nicht so schwer, wie man vielleicht denkt. Natürlich stehen wir jedem, der das Schnittmuster kauft und während des Nähens Fragen oder Anregungen hat jederzeit zur Verfügung. Vor allem die Schneiderin Anna hilft immer mit Rat und Tat weiter.

Probenähen Rüdenbinde Läufigkeitshöschen

Und es macht wirklich wahnsinnig viel Spaß, das Resultat in Händen zu halten, das man selbst über Wochen entworfen hat. Und natürlich macht es uns auch stolz. So sehr, dass wir bereits am nächsten Meisterstück arbeiten. Oder besser gesagt, Meisterstücke, denn wir wagen uns nicht nur an eine Rüdenbinde, sondern auch gleichzeitig ein Läufigkeitshöschen.

Das wird wieder ein riesiger Spaß und natürlich viel Arbeit 😉

Wenn Ihr jetzt Lust bekommen habt, Euer ganz eigenes Hundemäntelchen „Blanket“ zu nähen, dann schaut in unserem DaWanda-Shop „Le petit canine“ vorbei. Und vergesst nicht, den Link zu speichern, denn dort findet Ihr in Zukunft noch viele tolle Schnittmuster und Anleitungen für Eure Fellnasen.

Blog Cover Foto

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  1. […] Euch meine DIY-Anleitung gefallen hat, dann schaut doch auch mal in meine Tutorials für das Hundemäntelchen oder auch das Läufigkeitshöschen. Oder darf’s ein Wende-Kuschelsack für Eure Lieblinge […]

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