Yorkshire Terrier Allergikerhund

Yorkshire Terrier – Der Allergikerhund

Das Leben als Allergiker ist nicht einfach. Oft muß man auf viele schöne Dinge verzichten. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, da ich seit meiner Geburt an unzähligen Allergien leide. Unter anderem auch an einer sogenannten „Tierhaarallergie“.  Man fragt sich: Muß ich auch auf einen Hund verzichten?

In den meisten Fällen heißt die Antwort: Nein!

Der Yorkshire Terrier ist tatsächlich eine der wenigen Rassen, die sich als Allergikerhund eignet.

Doch warum ist das so?

Leben mit der AllergieAllergieauslöser Tierhaare

Als ich aufwuchs, galt allgemein die Annahme, dass die Allergie durch die Haare der Tiere ausgelöst wird. Und so bekamen mein Bruder und ich nur Goldfische als Haustiere. Wie sehr haben wir uns einen Hund zum Kuscheln und Spielen gewünscht. Doch dieser Wunsch blieb leider unerfüllt.

Immer wieder habe ich im Laufe der Jahre mit dem Gedanken gespielt, mir trotz aller Warnungen einen süßen kleinen Gefährten anzuschaffen. Zum Glück hatte sich inzwischen auch die Medizin weiterentwickelt und so erklärte mir mein Allergologe, dass nicht direkt die Haare eines Hundes die allergischen Symptome auslösen.

Was löst die Symtome aus?

Yorkie JunghundSchuld an der Allergie sind nämlich Eiweiße, die sich in den Hautschuppen, Speichel, Urin und Kot eines Hundes befinden. Und diese sammeln sich im Fell. Da die meisten Hunde, nicht nur während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst, täglich viele Haare verlieren, verteilen sich diese Eiweiße in der Luft, auf der Kleidung, Fußboden, Möbeln, eigentlich überall.

Und so reicht es schon aus, bei der Arbeit, im Restaurant oder Kino neben einem Hundehalter zu sitzen, um eine allergische Reaktion auszulösen. Gereizte, rote, geschwollene, brennende, juckende und tränende Augen sind die Folge. Ebenso wie eine laufende Nase und ständiges Niesen. Auch eine juckende oder gerötete Haut und ein kratzender Hals ist normal. Manche Menschen reagieren sogar mit asthmatischen Symptomen.

Mission impossible? Yorkshire Terrier – Der Allergikerhund

So schlimm war es zum Glück bei mir nicht, vom Asthma blieb ich verschont, doch weder die vierjährige Hyposensibilisierung, noch eine heilpraktische Behandlung brachte Besserung. So blieb mir nur die Einnahme von Antihistaminika, um die Symptome zu unterdrücken.

Solange, bis ich davon hörte, dass es Hunderassen gibt, die angeblich keine Allergien auslösen, weil sie weniger Allergene ausbilden, sogenannte Allergikerhunde. Ich las Berichte über Pudel und sogenannte Hybrid-Hunde wie den Labradoodle.

Und dann stieß ich auf den Yorkshire Terrier und war sofort Feuer und Flamme. Er vereinte alles, was ich mir von einem vierbeinigen Freund gewünscht hatte. Er war klein, niedlich, langhaarig und quierlig. Und: Er hatte keine Unterwolle und damit keinen Fellwechsel. Somit vielen auch die nervigen Hundehaare auf sämtlichen Möbeln und Anziehsachen weg, wie ich es von Freunden mit Schäferhunden, Retrievern und Chihuahuas her kannte.

Allergiker und Hund – das geht!

Relativ schnell fand ich eine tolle Züchterin in der Nähe, wo ich dann auch den Praxistest machte. Ihre Yorkies konnte ich streicheln, mir Pricktestdie Hände und über das Gesicht lecken lassen und es passierte nichts! Keine tränenden Augen, kein Jucken, kein Niesen, und das ohne Medikamente.

Der Rest ist Geschichte. Ich bin seit fast 6 Jahren glückliche Besitzerin eines Yorkshire Terriers. Ehrlich gesagt bin ich inzwischen Hundemama von 3 zuckersüßen Yorkies. Und ich habe in der ganzen Zeit nicht einmal eine allergische Reaktion gehabt.

Und nun?

Natürlich gibt es auch Menschen, die so hochgradig allergisch sind, dass auch die Haltung eines Allergiker-Hundes wie den Yorkshire Terrier nicht möglich ist.

Ich rate jedem Allergiker mit dem Wunsch nach einem Hund, es einfach auszutesten. Besucht einen Züchter und verbringt Zeit mit einem Yorkie. Ihr werdet schnell feststellen, ob eine Haltung für Euch möglich ist. Jeder seriöse Züchter wird es begrüßen, dass Ihr euch Gedanken macht, bevor Ihr einem kleinen Yorkie ein neues Zuhause bietet.

Im Zweifel besprecht Euer Vorhaben mit einem Allergologen. Dieser kann auch durch einen sogenannter Pricktest Eure Reaktion auf einen Yorkshire Terrier testen.

Yorkshire Terrier neugierigUnd wenn alles glatt läuft, werdet auch Ihr bald zu den Liebhabern der Yorkies gehören. Eine Liebe, die ein Leben lang währen wird.

Wenn Ihr ähnliche Erfahrungen mit einem Yorkie gemacht habt, dann hinterlasst einen Kommentar unter diesem Artikel und helft anderen Allergikern bei Ihrer Entscheidung für einen Yorkshire Terrier.

 

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8 Kommentare
  1. christiane
    christiane says:

    Hallo liebe Kellie
    Mein Mann hat eine Katzenhaarallergie und ich habe viele andere teils lebensgefährliche Allergien aber mit unserem Yorkie Schatz hatten wir diesbezüglich nie Probleme. Danke für diesen informativen und liebevoll gestalteten Artikel. LG Christiane

    Antworten
    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Hallo Christiane!

      Das ist wirklich toll, dass Ihr die selben Erfahrungen gemacht habt, wie ich. Katzen sind bei mir auch viel schmlimmer. Laut meinem Arzt haben sie aber auch viel mehr Allergene als Hunde.

      Ich bin sehr froh, dass ich meine Yorkie habe und nicht auf Hunde verzichten muß!

      LG Kellie

      Antworten
  2. Claudia
    Claudia says:

    Ich glaube, der Irrtum dass die Haare die Allergieauslöser sind, ist weit verbreitet. Wenn man sich nicht näher mit dem Thema beschäftigt, ist diese Schlussfolgerung auch die Einfachste und leuchtet ein. Schade eigentlich, dass die richtigen Informationen oft nicht die breite Öffentlichkeit erreichen. Dem zu folge würde ein Yorkshire Terrier nämlich garantiert nicht in Betracht bezogen werden, weil er so ein schönes, wuscheliges Fell hat. Danke für dein klärenden Artikel! 🙂
    LG Claudia

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    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Hallo Claudia!

      Da hast Du mit Sicherheit recht.

      Es scheint sich so in den Köpfen festgesetzt zu haben, dass die Haare schuld sind, dass viele Leute das immernoch glauben.

      Hoffentlich kann dem einen oder anderen der Traum vom eigenen Hund ermöglicht werden, wenn sie meine Geschichte lesen.

      LG Kellie

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  3. Kathrin Kirsch
    Kathrin Kirsch says:

    Hallo Kellie, auch mich plagen seit Kurzem Allergien und auch ich lebe mit Tieren zusammen. Ich finde es wunderbar, dass Dir das Thema ein ausführlicher Beitrag wert war. Ich lese hier gerne über Dich und Dein Trio, liebe Grüße von Kathrin

    Antworten
    • Kellie Jaxson
      Kellie Jaxson says:

      Hallo Kathrin!

      Ich freue mich immer sehr, von treuen Blog Lesern zu hören. Wirklich super, dass dir meine Geschichten so gut gefallen. Das motiviert natürlich sehr.

      Was Allergien angeht, da habe ich zweimal „hier“ gerufen, als die verteilt wurden. Und das schon seit der Kindheit. Der Vorteil ist natürlich, dass man damit aufwächst und es als normal empfindet. Wer erst später Allergien entwickelt, hat es sicher noch schwerer.

      Umso glücklicher bin ich, dass ich trotzdem Hunde halten kann. Du sicher auch, oder?

      LG Kellie

      Antworten

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