Endlich hat die Weihnachtszeit begonnen! Überall wird festlich geschmückt, Plätzchen und andere Leckereien stehen griffbereit, Adventskalender sind prall gefüllt und Weihnachtsbäume werden aufgestellt.

Ich liebe diese (meist) besinnliche Zeit und ganz besonders das Dekorieren der Wohnung. Jedes Jahr kommen ein paar hübsche neue Sachen dazu und werden liebevoll in der Wohnung verteilt.

Besonders wichtig ist uns ein großer Weihnachtsbaum mit Hunderten Lämpchen, echten Glaskugeln, wertvollen Porzellan-Glöckchen und vielen weiteren süßen Accessoires.

Und jedes Jahr aufs Neue bin ich beim Anblick des fertigen Kunstwerks wahnsinnig froh, dass wir kleine Hunde haben.

Warum? Ganz einfach…

Nein – Pfui – Aus – Geh ab

Es ist Tradition in unseren Familien, dass wir jeweils im Wechsel den Heiligabend mit meiner Familie bzw. den Golden Retriever Maggie und Yorkshire Terrier KimiGeschwistern meines Lebensgefährten verbringen. Da seine Schwester ja in Amsterdam lebt und wir keinen großen Esstisch besitzen, treffen wir uns alle 2 Jahre im Haus seines Bruders hier im Ort zu einem gemütlichen Beisammensein mit lecker Essen und kleinen Geschenken.

Vielleicht erinnert Ihr euch noch, dass sein Bruder und dessen Frau eine total liebe Golden Retriever Hündin haben. Maggie ist wirklich ein toller Hund und unsere drei verstehen sich super mit ihr. Beim Anblick ihres „weihnachtlichen“ Hauses kommt allerdings bei mir überhaupt kein Neid auf.

Fressen bis der Arzt kommt

Nicht nur Christbaumkugeln, sondern gleich der komplette Weihnachtsbaum ist aus Plastik. Die spärliche  Weihnachtsdeko ist ganz oben auf Schränken verteilt. Schoki und andere Leckereien stehen nicht ohne Aufsicht auf dem Tisch. Gleiches gilt für das Weihnachtsessen.

Und das nicht nur, weil diese Rasse für ihr zügelloses Fressverhalten bekannt ist. Aber auch. Alles, was nur ansatzweise nach Essen riecht, wird gnadenlos verputzt. Da setzt der Verstand einfach aus. Würde man den Futtersack achtlos rumstehen lassen, würde sie sich die 20 kg auf einmal reinpfeifen. Sättigungsgefühl? Fehlanzeige! Giftig für den Hund? Scheiss drauf!

Beagle klaut das WeihnachtsessenlerWomit wird schon beim ersten Punkt wären, warum kleine Hunde so verdammt praktisch sind: Selbst wenn sie leckeren Braten auf dem Tisch riechen – sie kommen nicht dran!

Ich selber bin nicht wirklich die größte Naschkatze. Zumal die meisten Weihnachtsleckereien eh Nüsse enthalten und diese somit, aufgrund meiner Allergie, flachfallen. Mein Freund allerdings ist da das komplette Gegenteil. Der hat die erste Fuhre Naschkram bereits vor dem 1.Advent verputzt gehabt.

Da ich es bisher nicht übers Herz gebracht habe, ein Schloss vor den Süßigkeitenschrank zu machen, stehen bei uns immer massenhaft Dominosteine, Lebkuchenherzen, Marzipanbrote und Schokokugeln auf dem Tisch. Selbst wenn wir das Haus verlassen. Warum auch nicht? Mit einem Yorkshire Terrier braucht man keine Angst haben, dieser könnte sich selbst bedienen.

Als wir noch Trockenfutter gefüttert haben (derzeit testen wir ja BARF-Fertigfutter) hatten sie stets einen Napf voll zur Verfügung, an der sie sich jederzeit bedienen konnten. Wenn sie satt sind, sind sie satt. Da wird sich nicht überfressen.

Freude bis die Christbaumkugel fällt

Kommen wir zurück zu der äußert peinlichen Deko und dem Plastik-Weihnachtsbaum. Niemals nie würde bei mir so ein scheußliches Ding in die Wohnung kommen. Dann verzichte ich, schweren Herzens, lieber auf einen Baum. Alleine schon die Vorstellung, ich müsste häßliche Plastikkugeln an den Baum hängen oder unsere schönen, handgeschnitzten Krippen-Figuren auf irgendeinem Schrank deponieren, ist ein schrecklicher Gedanke.Adventskranz gefährlich für Hunde

Mit großen Hunden wie einem Retriever aber leider Realität. Und das nur, weil er, wenn er sich freut, seinen Schwanz nicht unter Kontrolle hat. Ansich ja nichts schlechtes, wir freuen uns ja auch, ihn bzw. sie zu sehen. Allerdings auch recht unpraktisch, wenn man sich gerade in dem Moment freut, in dem man direkt neben dem Christbaum oder Adventskranz steht.

Nicht nur die Scherben der runterfallenden Kugeln sind für arme Hundepfötchen echt gefährlich. Weder Zwei- noch Vierbeiner möchten während der Weihnachtszeit in die Tierklinik, weil der Hund sich an den Kerzen den Schwanz verbrannt hat.

Kleine Hunde sind in der Weihnachtszeit so verdammt praktisch

Sowas kann Dir mit einem Yorkie eigentlich nicht passieren. Solange man nicht auf die Idee kommt, Kerzen auf die Erde zu stellen. Oder den Baum. Bei uns steht dieser auf einem kleinen Podest. Erstens kommt so die Krippe viel besser zur Geltung und zweitens muß man den Baum nicht mehr dreimal täglich gießen, sondern nur noch einmal. Im ersten Jahr nach Kimis Einzug haben wir nämlich den Baum noch ohne Podest hingestellt. Und der werte Herr hat den ganzen Tag aus dem Christbaumständer getrunken. Er fand es wohl einfach köstlich.Hängener Christbaum

Jetzt mit drei Hunden kommt man da mit dem Auffüllen wahrscheinlich gar nicht mehr hinterher oder wundert sich am 2.ten Advent, warum die Nadeln schon vom Baum fallen. Also steht er jetzt höher. Zweiter Vorteil: Die kleinen Schwänzchen reißen beim Wedeln auch den echten Schmuck nicht mehr mit runter.

Versuch das mal bei einem großen Hund! Wenn Du nicht gerade eine Deckenhöhe von mindestens 4 Metern hast und Deinen Baum unter die Decke hängen willst, wird das wohl nichts. Sogar Bällchen-Spielen im Wohnzimmer klappt so unfallfrei. Na ja, zumindest solange, bis das Herrchen mit den Ball den Adventskranz vom Tisch fegt oder in den Baum wirft ;-(

Einer muß einem ja den Spaß an der Weihnachts-Deko verderben, oder?

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