Es ist wieder soweit: Der Winter hat Deutschland und viele andere Länder fest im Griff. Wie die meisten Hunde lieben unsere Fellnasen diese Jahreszeit. Spaßfaktor Nummer 1 ist natürlich der Schnee. Doch so schön das weiße Treiben auch ist, leider bringt die Jahreszeit auch Frost und Kälte und damit einige Gefahren für Hunde im Winter!

Und so solltet Ihr in Sachen Hundegesundheit während der kalten Jahreszeit ein paar Dinge beachten.

Welche Risiken gibt es, wenn Hunde Schnee fressen?

Frisst Euer Hund gerne Schnee? Die weiße Pracht lädt viele Hunde im Winter dazu ein, diese auch mal zu probieren. Ein Maul voller Schnee macht noch nichts, Ihr solltet Euren Vierbeiner aber bei winterlichen Spaziergängen immer im Auge haben und ihn davon abhalten größere Mengen des eiskalten, oft auch noch mit Salz- oder Splittresten verunreinigte Zeug zu essen.

Kimi Welpe Schnee

Schnee fressen kann zu gesundheitlichen Problemen führen

Die Aufnahme von zu viel Schnee kann nämlich eine schwere Magenschleimhautentzündung (Gastritis, auch Schneegastritis genannt) hervorrufen. Anzeichen einer Gastritis sind zum Beispiel Erbrechen und Durchfall. Sollte Euer Hund Anzeichen zeigen, gebt ihm konsequent bis zum nächsten Tag kein Futter mehr, damit sich Magen und Darm beruhigen können. Anschließend langsam mit Schonkost, wie z. B. Reis, Hühnchen und Hüttenkäse, anfangen zu füttern und schauen, ob die Symptome zurückgehen. Hilft das nicht oder bemerkt Ihr Blut im Erbrochenem oder Durchfall, sollte Ihr sofort den Tierarzt aufsuchen.

Bei kleinen oder sehr empfindlichen Hunden reicht übrigens schon eine kleine Menge, um Durchfall und Erbrechen zu verursachen. Lässt sich Eure Fellnase allerdings nicht davon abhalten und reagiert immer wieder mit Durchfall im Winter, dann kann ein Maulkorb womöglich helfen. Übrigens: Auch Mandelentzündungen sind bei Hunden im Winter keine Seltenheit. Hier kann dann tatsächlich ein Schal oder Loop helfen.

Unterkühlung beim Hund: Hundebekleidung im Winter sinnvoll?

Ja, es gibt sie: Es kommt vor dass Hunde im Winter fürchterlich frieren. Meist sind das junge oder alte Hunde, sowie Hunde mit kurzem Fell oder auch Rassen ohne Unterwolle wie eben Yorkies. Hierzu gehören zum Beispiel Chihuahuas, Malteser, Yorkshire Terrier, aber auch Vertreter größerer Rassen wie Dalmatiner, Windhunde, Dobermänner oder Boxer.

Yorkie im Schnee

Da kann Hund schon mal frieren

Schon nach kurzer Zeit draußen besteht bei ihnen die Gefahr des Auskühlens. Ist es draußen kalt, frieren diese Hunde im Winter, solange ihr Kreislauf nicht aktiv ist. Achtet deshalb bei jedem winterlichen Spaziergang darauf, dass Eure Fellnase in Bewegung bleibt.

Übrigens: Wie Ihr wisst, sollte man Hunde im Hochsommer auf keinen Fall zu lange im Auto einsperren, und genauso wenig sollte man Hunde im Winter dort lassen. So wie im Sommer der Wagen ruckzuck zur Sauna wird, wird er für den Hund im Winter schnell zur Eistruhe. Aber Vorsicht! Auch bei langem Warten draußen, etwa vor dem Supermarkt, droht schnell eine Unterkühlung.

Deshalb rate ich Euch Hunde im Winter, also bei Schnee und Minustemperaturen, warm und trocken anzuziehen, um sie vor Kälte, Nässe und somit Krankheiten zu schützen, sofern sie nicht mit einer Masse an Unterwolle gesegnet sind. Gegen die Kälte hilft hier ein warmer Hundepullover, z. B. von Croci, Doggydolly oder Fab Dog.

Amy, Kimi und Blanket besitzen übrigens Pullis von Fab Dog. Für diese haben wir je 50,- € berappt. Mittlerweile sind sie sogar noch teurer. Die Pullover von Fab Dog sind aus hochwertiger Baumwolle und die Qualität überzeugt. Wir haben unsere vor 5 Jahren gekauft und sie sehen trotz häufigem Waschen noch aus wie neu. Und sie haben einen entscheidenen Vorteil, vor allem für Rüden: Sie sind am Bauch nicht so lang geschnitten ist. Das war nämlich bei unseren älteren Pullis oft ein Problem. Unsere Rüden haben diese oft beim Markieren angepinkelt. Und das ist nun wirklich nicht schön.

Neben diesen Pullis besitzen unsere Hunde für den Winter auch noch wasserabweisende Mäntelchen. Bei Nässe oder Schnee sind unsere Fellnasen sehr dankbar, so einen Schutz zu haben. Manchmal macht Hundebekleidung im Winter nämlich Sinn! Sie sind nicht sofort klatschnass und frieren noch mehr, sondern können nach Herzenslust toben!

Hundemantel Blanket Schnittmuster Le petit canine

Hundemantel aus dem Hause Le petit canine

Was für eine Überraschung, aber natürlich tragen unsere Hunde im Winter einen Hundemantel aus dem Hause Le petit canine. Selbstgemacht ist natürlich immer am Schönsten und vor allem hat man automatisch die richtige Größe. Unserem Schnittmuster für den Hundemantel findet Ihr übrigens auf Makerist. Oder sucht Ihr einen fertig genähten Hundemantel? Dann schaut mal auf unserem Le petit canine-Shop auf etsy vorbei!

Erhöhter Energiebedarf? Die richtige Ernährung für Hunde im Winter

Experten streiten noch immer darüber, ob Hunde im Winter aufgrund eines höheren Energiebedarfs mehr Futter benötigen oder nicht. Ich denke, dass ist von Hund zu Hund verschieden. Bei manchen braucht der Organismus der Hunde im Winter mehr Energie als üblich, um den Temperaturhaushalt aufrecht zu erhalten. Natürlich sollt Ihr eure Fellnasen nicht fett füttern, aber die Tagesration kann bei kalten Temperaturen leicht erhöht werden, damit Eure Hunde im Winter nicht als Klappergestelle in der Eiseskälte stehen. Ein bisschen Winterspeck kann hier nicht schaden.

Bonnie das Böhnchen

Bonnie „Böhnchen“ vor ihrer Diät | Foto: erbsünde

In der Regel aber haben Hunde im Winter keinen erhöhten Energiebedarf, vor allem die Rassen mit Unterwolle. Zusätzliches Futter wirkt sich bei ihnen oft nur in Form von Übergewicht aus. Hier einfach wie sonst auf eine gesunde und ausgewogene Hundeernährung achten.

Tipps zur richtigen Pfotenpflege für Hunde im Winter

Hunde lieben Schnee. Man kann so toll darin herum wühlen, sich eingraben oder genussvoll drin wälzen. Unsere Hundedame Amy träumt sicherlich immernoch von unserem Urlaub mit Hund in Winterberg, Sauerland. Allerdings hat Schnee auch die unangenehme Eigenschaft, zwischen den Zehenballen der Hundepfote zu verklumpen. Oftmals drückt und scheuert das so sehr, dass der Hund nicht mehr auftreten möchte. Zur Vorbeugung solltet Ihr die Haare zwischen den Zehen bei Euren Hunden im Winter kürzen, damit sich keine Eisklumpen bilden können und die Pfoten einfacher zu reinigen sind.

Pfotenbalsam für Hunde selbstgemacht DIY-Anleitung Flummis Diary

Pfotenbalsam für Hunde selbstgemacht | Foto: Flummis Diary

Das ist vor allem dann wichtig, wenn ihr beim Spaziergang im Schnee Strecken mit Streusalz oder auch Streusplitt nicht vermeiden könnt. Was uns Zweibeinern dabei hilft, nicht auszurutschen, schadet den empfindlichen Hundepfoten. Die Ballen reagieren schnell mit leichten Verletzungen oder Entzündungen. Um die rauen und rissigen Ballen unserer Hunde im Winter zu pflegen, empfielt sich Pfotenschutzwachs bzw. -salbe. Und so einen Pfotenbalsam könnt Ihr sogar ganz einfach selbermachen. Eine tolle DIY-Anleitung für einen Pfotenbalsam findet Ihr auf dem Hundeblog Flummi’s Diary.

Natürlich sollte ein Spaziergang im Schnee grundsätzlich nicht zu lange dauern, denn das Laufen auf frostigem Boden oder verharschtem Schnee strapaziert immer die Pfoten. Achtet darauf, dass Euer Hund seine Pfoten nicht selbst ableckt und dabei Streusalz oder -splitt aufnimmt. Denn nicht nur die Pfoten kann das Salz angreifen, sondern es kann zu Magenproblemen führen. Eine Alternative können Pfotenschutzschuhe für Hunde sein. Allerdings mögen die meisten Hunde diese nicht wirklich.

 

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